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Europa

2011-07-23

Europa/Schweiz - 50 Jahrfeier des Säkularinstituts der Scalabrini-Missionarinnen (1961 - 2011)

Am 25. Juli 2011 findet das 50jährige Jubiläum der Entstehung des Säkularinstituts der Scalabrini-Missionarinnen statt. Das Institut entstand am 25. Juli 1961 in Solothurn in der Schweiz mit dem bedingungslosen „Ja-Wort“ von Adelia Firetti, einer jungen Lehrerin aus Piacenza, die ihr volles Vertrauen auf Gott setzte (siehe Auf den Wegen des Exodus, Zeitschrift der Scalabrini-Missionarinnen, www. scala-mss.net, wie auch Dossier Fides vom 4.6. 2005). Ihre ersten Schritte machte die Gemeinschaft im Kontext der Migration und in Zusammenarbeit mit den Scalabrini-Missionaren. Dieses neue Charisma in der Scalabrini-Familie (zu der die Scalabrini-Missionare und die Scalabrini-Ordensschwestern gehören, zwei Kongregationen, die vom seligen Bischof Scalabrini gegründet wurden) erhielt die erste kirchliche Anerkennung 1967 und die definitive Anerkennung als Säkularinstitut im Jahre 1990.
Als Missionarinnen leben sie ihre Weihe an Gott in den alltäglichen Situationen und unterschiedlichsten Kontexten multiethnischer Gesellschaften, wie z.B. im sozialen, kulturellen, pastoralen, schulischen, medizinischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bereich. In einer Spiritualität, die sich an G.B. Scalabrini anlehnt, teilen sie das Leben mit Migranten und Flüchtlingen und setzen sich ein für eine neue Bewusstseinsbildung zu deren Gunsten. Mitten in der Alltagswelt, an den Kreuzungspunkten der Migration, möchten sie sich in den Dienst Gottes und seines Evangeliums stellen, getragen von der österlichen Hoffnung, dass der Geist des gekreuzigten und auferstandenen Christus überall bereits am Werk ist: Die Welt liegt in Geburtswehen, ein neues Pfingsten der Völker ist am Entstehen.

Zur Zeit kommen die Missionarinnen aus neun verschiedenen Ländern und sind in der Schweiz, Deutschland, Italien, Brasilien und Mexiko präsent. Sie leben in kleinen internationalen Gemeinschaften, „Werkstätten“, um neue, eucharistische Beziehungen zu „erproben“. Gemeinsam sind sie dazu berufen, Zeugnis abzulegen dafür, dass es möglich ist, den Dialog in der Verschiedenheit und die Communio zu leben. Den Raum dafür kann in uns das Ferment des Evangeliums schaffen.

Aus dieser Erfahrung heraus entstanden die Internationalen Bildungszentren „G.B. Scalabrini“, die offen sind für Jugendliche und (junge) Erwachsene jeder Herkunft, Kultur und Religion.
Herausragende Ereignisse dieses Jubiläumsjahres waren die Wallfahrt aller Missionarinnen nach Rom mit der Audienz beim Papst (28.-31.Dezember 2010), das Scalabrini-Fest di Primavera in Solothurn mit 400 TeilnehmerInnen aus 33 verschiedenen Ländern (20. April-1. Mai 2011) und die Begegnung der Generalleitungen der drei Institute der Scalabrini-Familie in Solothurn (15.-18. Juni 2011).

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