ASIEN - „In der Liebe Christi, betet für den Heiligen Vater“: Die Gläubigen Asiens bekunden ihre Verbundenheit mit Papst Leo XIV.

Dienstag, 13 Oktober 2026

Cbcp

Neu-Delhi (Fides) – „In der Liebe Christi, betet für den Heiligen Vater“. So lautet der Aufruf, der in den katholischen Gemeinden Asiens widerhallt, während Papst Leo XIV. sich einer Operation im Policlinico Agostino Gemelli in Rom unterziehen muss. Von Indien bis Myanmar, von den Philippinen bis Thailand und bis hin zu den Kirchen Zentralasiens vereinen sich Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige im Gebet: Sie feiern den Rosenkranz, die Eucharistie und die Anbetung und bringen mit besonderen Gebetsanliegen die Gemeinschaft der asiatischen Kirchen mit dem Nachfolger Petri zum Ausdruck.

In Indien sandte Kardinal Filipe Neri Ferrão, Vorsitzender der Katholischen Bischofskonferenz Indiens und Erzbischof von Goa und Daman, einen Brief, in dem er alle Diözesen, Pfarreien, Ordensgemeinschaften und katholischen Einrichtungen aufforderte, für die Gesundheit des Papstes zu beten und seinen Dienst als Oberhaupt der Weltkirche zu unterstützen. „In dem Monat, der dem Heiligen Rosenkranz gewidmet ist“, so sein Wunsch, „sollen die Katholiken das Mariengebet – sowohl persönlich als auch in der Gemeinschaft – intensivieren und den Heiligen Vater der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, anvertrauen“. „Mögen die Gebete ein aufrichtiger Ausdruck unserer kindlichen Liebe, der kirchlichen Gemeinschaft und der geistlichen Verbundenheit mit dem Nachfolger Petri sein“, schrieb er und äußerte die Hoffnung, dass der Herr dem Papst „Heilung, Frieden und Kraft“ schenken möge.

Auch in Myanmar hat die Katholische Bischofskonferenz (CBCM) zu einem landesweiten Gebetsaufruf aufgerufen. In einer Botschaft vom 12. Oktober forderten Kardinal Charles Bo, Erzbischof von Yangon und Vorsitzender der Bischofskonferenz, sowie Erzbischof Basilio Athai, Erzbischof von Taunggyi und stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz, Priester, Ordensleute, Erzieher, Lehrer und Laien auf, besondere Gebete für Papst Leo XIV. zu sprechen.
Die Bischöfe haben darum gebeten, den Papst in dieser Zeit der Sorge und des Wartens zu begleiten und für einen erfolgreichen Verlauf der Operation sowie für seine vollständige und rasche Genesung zu beten. Dieser Aufruf hat eine besondere Bedeutung für eine Kirche, die Prüfungen und Schwierigkeiten durchlebt: Angesichts von Herausforderungen wie Krieg und Armut schließt sich die kirchliche Gemeinschaft in Myanmar im gemeinsamen Gebet geistlich mit dem Nachfolger Petri zusammen – ein Gebet, das geografische Entfernungen überwindet und die Herzen vereint. „In der Liebe Christi: Betet für den Heiligen Vater“, heißt es im Text der Bischöfe.

Auf den Philippinen hat sich die Bischofskonferenz durch ihren Vorsitzenden, den Erzbischof von Lipa, Gilbert Garcera, mobilisiert, der Bischöfe und Priester gebeten hat, die Messintention für den erfolgreichen Verlauf der Operation des Papstes zu gedenken. An die Ordensgemeinschaften, Familien und Laien wurde die Einladung gerichtet, den Rosenkranz zu beten und das Gebet mit Opfern und täglichen Taten der Nächstenliebe zu begleiten.
In dem mehrheitlich katholischen asiatischen Land ist das gesamte kirchliche Gefüge in die Teilnahme eingebunden, und das Gebet für den Papst wird in die Andachtspraktiken integriert, die den Weg der Gläubigen begleiten.


In Thailand haben die Verantwortlichen der katholischen Kirche die Gemeinden dazu aufgerufen, ihre geistliche Verbundenheit mit Papst Leo XIV. zum Ausdruck zu bringen und das Wirken des medizinischen Teams des Policlinico Gemelli Jesus Christus anzuvertrauen. Unter Hinweis darauf, dass der Oktober auch der „Marienmonat“ ist, hat der Bischof von Chiang Mai, Peter Suphot Roeksujarit, insbesondere den Schutz der seligen Jungfrau Maria erbetet, damit der Papst in dieser Zeit der Prüfung die Zuneigung und Unterstützung der Gläubigen aus aller Welt spüren möge.

In Zentralasien, in Ländern, in denen die Katholiken sehr kleine Gemeinschaften bilden, oft mit nur wenigen hundert Gläubigen, haben die kirchlichen Verantwortlichen die Pfarreien und Missionen dazu aufgerufen, Gebetsketten für den Papst zu organisieren, und die Getauften sollen besondere Gebetsanliegen für die Gesundheit des Heiligen Vaters einbringen. In der Kathedrale von Astana in Kasachstan, wo seit 2002 Tag und Nacht die ewige Anbetung gefeiert wird, haben die Gläubigen ein besonderes Gebetsanliegen für Papst Leo XIV.


In Südkorea wurden in den Pfarreien Gebetsketten organisiert, mit besonderen Fürbitten während der täglichen und sonntäglichen Messen. Insbesondere haben die Bischöfe – in tiefer Verbundenheit mit ihrer spirituellen Identität und den Worten des Papstes während der jüngsten Audienz am 5. Oktober – die Gläubigen dazu aufgerufen, die Fürsprache der koreanischen Märtyrer zu erbitten, um Papst Leo XIV. Kraft und Gesundheit zu schenken. Und während die koreanische Kirche aktiv an der Organisation des Weltjugendtags 2027 in Seoul arbeitet, bringen die Jugendbewegungen und -gruppen ihre Gebete und Vorbereitungsaktivitäten als konkretes Zeichen kindlicher Zuneigung und Verbundenheit mit dem Nachfolger Petri zum Ausdruck.Was die Kirche in Japan betrifft, so wurde Kardinal Tarcisio Isao Kikuchi, Erzbischof von Tokio, genau am Tag nach der Ankündigung des Papstes (am 12. Oktober 2026) von Papst Leo XIV. im Vatikan in Privataudienz empfangen. Kardinal Kikuchi konnte dem Heiligen Vater persönlich die Zuneigung, die geistliche Solidarität und die Gebetsversprechen aller Katholiken Japans übermitteln. Die Diözesen und Pfarreien des Landes haben sich dafür eingesetzt, besondere Fürbitten während der liturgischen Feiern zu verbreiten und den Papst angesichts seines dichten internationalen Terminkalenders auch geistlich zu unterstützen.

Die Initiativen aus Asien zeigen eine im Gebet vereinte Kirche, in der Entfernungen die Gemeinschaft nicht einschränken und Getaufte verschiedener Nationen, Kulturen und Ethnien vereint sind, um die Person und das Amt des Papstes Gott anzuvertrauen, und damit die tiefe geistliche Verbundenheit bezeugen, die die Kirchen Asiens mit dem Bischof von Rom verbindet.

(PA) (Fides, 13/10/2026)


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