EUROPA/UNGARN - Verschieden, aber vereint in der Liebe Christi: Die Botschaft des jährlichen Treffens der Kindermissionswerke

Montag, 28 September 2026 evangelisierung   kindermissionswerk   päpstliche missionswerke  

Budapest (Fides) – Mehr als 100 Kinder sind mit ihren Betreuern und einigen Eltern in Budapest zum jährlichen Treffen des Päpstlichen Missionswerks der Kinder (PMK) in Ungarn zusammengekommen. Organisiert wurde die Begegnung von den ungarischen Kindermissionswerken gemeinsam mit dem Internationalen Sekretariat des PMK. Das Treffen stand unter dem Motto: „Die Liebe Christi verbindet uns“.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass es die Liebe Christi ist, die uns zusammenführt und über alle Grenzen hinweg miteinander verbindet“, erklärte der ungarische Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, Pater Tete Remis, ein Missionar der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD). Geistlich orientiere man sich am Gründer der Kindermissionswerke, Charles de Forbin-Janson. Dieser habe gesagt: „Meine größte Freude ist es, andere glücklich zu machen.“

„Bei dieser Gelegenheit“, so Pater Remis weiter, „würdigen wir den missionarischen Einsatz der Kinder. Trotz ihres jungen Alters setzen sie sich dafür ein, für Gleichaltrige in anderen Ländern zu beten.“ Getreu dem Motto „Kinder helfen Kindern“ ermutige man sie, Kinder in Not durch kleine Opfer und durch Gebete für Arme, Kranke und Waisen zu unterstützen, die unter besonders schwierigen Bedingungen leben.
Die Kinder und Jugendlichen kamen aus verschiedenen Gemeinschaften des Landes. Sie verbrachten den gesamten Samstag gemeinsam. Der Tag begann mit der Eucharistiefeier, die Pater Fransiskus Xaverius Magung, Provinzial der Gesellschaft des Göttlichen Wortes, leitete.
Im weiteren Verlauf wechselten sich Spiele, Gesänge, Sport und kreative Workshops ab. Auch die Generalsekretärin der PMK, Schwester Inês Paulo Albino, A.S.C., nahm an dem Treffen teil. Sie war dafür eigens aus Rom angereist.
Schwester Albino dankte den Kindern und ihren Betreuern für ihre Teilnahme und ihren wertvollen missionarischen Einsatz. Anschließend ging sie auf das Motto des Treffens ein.

„Es scheint die Welt widerzuspiegeln, in der wir leben. Sie ist reich an Unterschieden: an Kulturen, Sprachen, Traditionen, Erfahrungen und unterschiedlichen Empfindungen“, sagte die Generalsekretärin der PMK. Diese Unterschiede seien eine große Bereicherung für die Kirche und die Welt, auch wenn sie bisweilen als Grund für Spaltungen erschienen.
„Die Botschaft Jesu ist klar: Wir sind nicht dazu berufen, alle gleich zu sein. Wir sind dazu berufen, in der Liebe vereint zu sein“, betonte Schwester Albino.

Sie unterstrich zudem, dass die Liebe Christi nicht nur ein Gefühl sei. Es handle sich um eine konkrete Liebe, die sich hingebe und eine Beziehung ermögliche, die auf Annahme, Vergebung und Geschwisterlichkeit gründe. Zugleich lenkte sie den Blick auf das Bedürfnis nach Liebe, das die Welt und jeder Einzelne habe.
„Die Herausforderung besteht heute darin, uns zu fragen, wie ich und wie wir diese Liebe in unserer Gemeinschaft konkret erfahrbar machen können“, sagte Schwester Albino zu den Teilnehmern. „Dabei sollten wir nicht bei den großen Institutionen beginnen. Beginnen wir bei jedem Einzelnen von uns.“

Vielleicht könne dies durch ein freundliches Wort der Ermutigung geschehen, durch eine aufmerksame Geste, eine aufrichtige Vergebung oder die Bereitschaft, einem Menschen in Not zu helfen. „Jede kleine Geste, die aus Liebe geschieht, stärkt die Einheit und macht die Gegenwart Christi unter uns sichtbar“, sagte sie. „So können wir durch unser Leben zu Zeugen seiner Sanftmut werden und den Menschen, denen wir begegnen, Hoffnung bringen.“
Abschließend ermutigte Schwester Albino die Teilnehmer, ihren missionarischen Einsatz fortzusetzen. Sie rief dazu auf, die Päpstlichen Kindermissionswerke zu fördern und deren Spiritualität weiterhin mit Freude zu leben.

(EG) (Fides 28/9/2026)


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