AFRIKA/KONGO (DR) - Bukavu trauert um die 27 Opfer eines Großbrands. Die Bevölkerung spricht von einer „humanitären Katastrophe“

Montag, 14 September 2026

Kinshasa (Fides) – Heute, am 14. September, fand die Beerdigung der 27 Opfer des Brandes statt, der am 10. September eine Schule im Stadtteil Cimpunda von Bukavu, der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, zerstört hatte (siehe Fides vom 11.9.2026).

Unter den Opfern befinden sich sechs Erwachsene, die restlichen sind Minderjährige, Schüler der vom Brand betroffenen Schule. Zur Trauer der Bevölkerung kommt die Angst vor der Reihe von Bränden hinzu, die seit mindestens einer Woche die Stadt heimsuchen, die derzeit unter der Kontrolle der M23-Rebellen steht.

Laut einer Mitteilung der regionalen Koordinierungsstelle der Zivilgesellschaft von Süd-Kivu, die der Agentur Fides vorliegt, „wurden in weniger als einer Woche Hunderte Häuser, zwei Schulen, eine Kirche und die Markthalle mit 66 Geschäften auf dem Kadutu-Markt in den Flammen zerstört“. Hinzu kommen die 40 Wohngebäude in Ponzi, bei denen drei Menschen ums Leben kamen, sowie die 174 Familien in Nyamugo, die ihr Zuhause verloren haben.
Unter Berufung auf Daten der kongolesischen Verwaltung mit Sitz in Uvira, der letzten Hochburg der Regierung von Kinshasa in Süd-Kivu, heißt es in der Mitteilung, dass zwischen Juli und August dieses Jahres 2.500 Häuser in Flammen aufgegangen sind.

Es handele sich um „eine humanitäre Katastrophe“, erklärt die Zivilgesellschaft von Bukavu, die die M23-Verwaltung zur Rechenschaft zieht.

Sie fragt insbesondere, wo die Feuerwehr sei und warum die Ursachen der Brände nicht untersucht worden seien. „Jeder Brand ohne Ermittlungen ist eine Form der Mittäterschaft“, heißt es in der Erklärung.Sie erinnert zudem daran, dass die von der M23 kontrollierte Verwaltung die Zahlung ihrer Steuern von der lokalen Bevölkerung gewaltsam einfordert, ohne eine Gegenleistung zu bieten – insbesondere gegenüber denjenigen, die durch die Brände ihr Zuhause verloren haben.

Die Zivilgesellschaft von Bukavu richtet daher einen Appell an die internationale Gemeinschaft und die Behörden der DR Kongo, den 12.000 Menschen zu helfen, die sich in einer Situation „extremer Schutzbedürftigkeit” befinden.

Sie schließt mit der Forderung nach dringender Hilfe für die von den Bränden betroffenen Gemeinden, der Inbetriebnahme der vier von einem lokalen Magnaten gespendeten Löschfahrzeuge und dem Wiederaufbau der beiden zerstörten Schulen.

(L.M.) (Fides-Agentur 14/9/2026)


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