UCFNEI
Imphal (Fides) – Drei Baptistenpastoren wurden bei einem Hinterhalt auf einen Konvoi von Baptisten der Kuki-Ethnie im indischen Bundesstaat Manipur brutal ermordet, weitere Personen wurden verletzt. Der Angriff ereignete sich am 13. Mai gegen 10 Uhr morgens vor dem Hintergrund der äußerst instabilen Lage in Manipur, einem Bundesstaat im Nordosten Indiens. Dort herrscht ein Bürgerkrieg zwischen den ethnischen Gruppen der Kuki und Meitei (die Kuki sind überwiegend christlich, die Meitei hinduistisch). In den letzten Monaten ist auch die dritte ethnische Gruppe des Bundesstaates, die Naga, in den Konflikt verwickelt.
Wie das Vereinigte Christliche Forum Nordostindiens (UCFNEI) berichtet, ereignete sich der Hinterhalt auf die Mitglieder der Baptistengemeinde auf der Straße zwischen Kangpokpi und Lamka, als die Delegation von einem Gottesdienst zurückkehrte. Laut Angaben der Kuki-Gemeinde soll der Angriff von einer bewaffneten Naga-Gruppe verübt worden sein. Die Ermittlungen dauern an.
Pastor Vumthang Sitlhou, Präsident der „Thadou Baptist Association“ (TBA), sowie die Pastoren V. Kaigoulun und Paogou kamen bei dem Überfall ums Leben. Zu den Schwerverletzten zählen vier weitere Pastoren sowie die beiden Fahrer.
In seguito all'incidente, le forze dell'ordine hanno immediatamente imposto un blocco lungo la strada statale National Highway-2, un'arteria che collega il Manipur con il Nagaland e il resto del paese, mentre si teme una nuova escalation di scontri inter-comunitari.
„Diese brutale und unmenschliche Gewalttat hat unschuldige Diener Gottes das Leben gekostet, die ihr Leben dem Frieden, dem Dienst an der Gemeinschaft und dem spirituellen Wohlergehen ihrer Gemeinden gewidmet haben“, sagte Allen Brooks, Sprecher von UCFNEI. Er sei „zutiefst schockiert, traurig und bestürzt“.
„Diese religiösen Führer“, so Brooks weiter, „waren weder Kämpfer noch Politiker, sondern spirituelle Wegweiser und zugleich Säulen der Hoffnung, der Versöhnung und der moralischen Orientierung in einer Region, die lange von Konflikten gezeichnet war.“
„Dieser kaltblütige Hinterhalt auf Diener Gottes zeugt von einer so tiefen Bosheit und Unmenschlichkeit, dass er das Gewissen jedes zivilisierten Menschen erschüttert“, heißt es in einer Erklärung von UCFNEI.
„Die Ermordung von Baptistenpastoren der Kuki-Gemeinschaft“, heißt es in der Erklärung weiter, „ist nicht einfach ein Angriff auf Einzelpersonen oder einen Stamm, sondern ein Angriff auf den christlichen Glauben, die Heiligkeit des Lebens und das Fundament der Geschwisterlichkeit in Nordostindien. Kein politischer oder ethnischer Konflikt kann jemals die Tötung unbewaffneter Pastoren und Kirchenmitarbeiter auf öffentlichen Straßen rechtfertigen.“
Das Forum fordert die Regierungen von Manipur und des Bundes auf, eine gründliche Untersuchung einzuleiten, um die Täter zu identifizieren und für eine rasche Bestrafung zu sorgen. Es fordert außerdem ein dringendes Eingreifen, „um Versöhnung und Dialog zwischen den Gemeinschaften zu fördern und eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern“ und gleichzeitig „um den Schutz gefährdeter christlicher Gemeinschaften und religiöser Führer in der Region zu gewährleisten.“
„Wir rufen alle christlichen Konfessionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Menschen guten Willens in Nordostindien und im Rest des Landes dazu auf, sich im Gebet, im Fasten und im friedlichen Eintreten für Gerechtigkeit zu vereinen. Möge diese Tragödie uns nicht weiter spalten, sondern unseren Entschluss stärken, Gewalt im Namen Christi zu bekämpfen, der sagte: ‚Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht (Joh 14,27‘“, heißt es in der Erklärung abschließend.
(PA) (Fides 13/5/2026)