Archdiocese of Hanoi
Hanoi (Fides) – „Der erste Jahrestag der Wahl von Leo XIV. zum Papst bietet allen Gläubigen in Vietnam die Gelegenheit, ihre Liebe, ihren Gehorsam und ihre Verbundenheit im Gebet für unseren Hirten zum Ausdruck zu bringen. Wir beten, dass der Herr den Heiligen Vater weiterhin segnen und ihm beistehen möge, damit er in seiner Mission als Nachfolger Petri stets standhaft voranschreitet und ein Zeichen der Einheit, eine Quelle der Hoffnung und ein Werkzeug des Friedens für die ganze Welt wird“, so Erzbischof Joseph Vu Van Thien von Hanoi, einer Diözese im Norden Vietnams, gegenüber Fides, nachdem die vietnamesischen Bischöfe in den vergangenen Tagen den Vatikan besucht und den Papst im Rahmen ihres „Ad-limina“-Besuchs getroffen hatten.
Der Erzbischof bemerkte, dass die Bischöfe „vom Papst aufmerksam angehört und herzlich empfangen“ worden seien: „Abseits von Formalitäten fühlten wir uns wirklich wie zu Hause“, sagte er.
Unterdessen brachten vietnamesische katholische Gemeinde ihre Verbundenheit und Zuneigung zu Papst Leo XIV. am 4. Mai bei einem Dankgottesdienst in der St.-Josephs-Kathedrale in Hanoi zum Ausdruck, der im Vorfeld des ersten Jahrestages seiner Wahl zum Papst am 8. Mai gefeiert wurde. An dem Gottesdienst nahmen zahlreiche Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige zusammen, die gemeinsam „für die Mission des Papstes und für Frieden und Einheit“ beteten.
Die Messe in Hanoi wurde von Erzbischof Marek Zalewski, dem Ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls in Vietnam, zelebriert. Zu den Konzelebranten gehörten Kardinal Peter Nguyen Van Nhon, die Bischöfe des Ständigen Rates der Vietnamesischen Bischofskonferenz, die Bischöfe der Kirchenprovinz Hanoi sowie Priester aus der gesamten Region. Vor der Messe wandte sich Erzbischof Joseph Nguyen Nang, Vorsitzende der Vietnamesischen Bischofskonferenz, im Namen des vietnamesischen Volkes an die Gläubigen und brachte seine Verbundenheit mit Papst Leo zum Ausdruck. Er betonte die Mission des Heiligen Vaters, den Glauben zu stärken, die Einheit zu fördern und den Frieden auf der Grundlage der Kraft des Evangeliums zu stiften. Der Erzbischof erinnerte zudem an die Lehre des heiligen Papstes Paul VI. über die Mission der Kirche: Christen seien im Herzen der Welt gegenwärtig, „nicht um nach Macht zu streben, sondern um sich mit Demut und Liebe in den Dienst der Menschen zu stellen“. Er wünschte Papst Leo XIV., dass er mit der Gnade des Heiligen Geistes erfüllt werde, und äußerte die Hoffnung, dass Papst Leo XIV. eines Tages Vietnam besuchen möge.
Erzbischof Marek Zalewski brachte seine Freude zum Ausdruck und hob den pastoralen Stil von Papst Leo XIV. hervor, der von Demut, Zuhören und Nähe geprägt sei. Er erinnerte daran, dass „der Papst kein Politiker, sondern ein Wegweiser im Glauben ist, der die Gläubigen weltweit einlädt, nach den Werten von Gerechtigkeit und Frieden zu leben, von denen im Evangelium die Rede ist.“
In seiner Predigt berichtete Bischof Joseph Do Quang Khang von Bac Ninh, dass Papst Leo XIV. während des jüngsten Treffens im Vatikan den Bischöfen gedankt und seinen Wunsch geäußert habe, Vietnam zu besuchen, um die über sieben Millionen katholischen Gläubigen zu treffen, die, so der Bischof, „die Ankunft des Papstes mit Ungeduld und Hoffnung erwarten“. Er nannte ihn „einen liebenden Vater der großen Menschheitsfamilie“. Der Bischof von Bac Ninh hob zudem Leos XIV. Engagement als „Hüter des Weltfriedens“ hervor, als Hirte, der sich „mit ganzem Herzen dem Schutz des Friedens widmet.“ Im Geiste der Verbundenheit rief Bischof Joseph Do Quang Khang alle Gläubigen dazu auf, „weiterhin für den Heiligen Vater zu beten“ und bat um das Gebet dafür, dass „sich die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Vietnam nach Gottes Willen weiter und zum Guten entwickeln mögen“.
Papst Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ein amerikanischer Bischof des Augustinerordens, wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Papst der katholischen Kirche gewählt.
(PA) (Fides 8/5/2026)