AFRIKA/UGANDA - Messianismus und Krieg gegen den Iran: Ugandischer Armeechef stellt sich an die Seite Israels

Freitag, 27 März 2026

Kampala (Fides) – „Wir stehen an der Seite Israels, weil wir Christen sind. Errettet durch den heiligen Sohn Gottes … Jesus Christus, den Einzigen, der Sünden vergeben kann. Die Bibel sagt: Wie glücklich bist du, Israel! Wer ist dir gleich, du Volk, gerettet durch den Herren, den Schild, der dir hilft, deine Hoheit, wenn das Schwert kommt? (Deuteronomium 33,29)“, heißt es in einem der Beiträge, die General Muhoozi Kainerugaba, Stabschef der ugandischen Streitkräfte und Sohn von Präsident Yoweri Museveni, auf X veröffentlichte. Darin bekräftigt er die Unterstützung der ugandischen Armee für Israels Krieg gegen den Iran.
Neben der „religiösen“ Motivation führt General Kainerugaba auch andere politische Gründe an. In einem weiteren Beitrag schreibt er: „Israel stand uns in den 1980er und 1990er Jahren bei, als wir unbedeutend waren. Warum sollten wir es jetzt nicht verteidigen, wo unser BIP 100 Milliarden Dollar beträgt? Eines der höchsten in Afrika.“ In einem weiteren Beitrag erklärte General Kainerugaba: „Wir wollen, dass der Krieg im Nahen Osten jetzt endet. Die Welt hat genug. Doch jede Rede von Israels Vernichtung oder Niederlage wird uns in einen Krieg hineinziehen – an Israels Seite!“. In einem anderen Beitrag schrieb Kainerugaba: „Die ugandische Armee wird in diesen Krieg zwischen Iran und Israel eintreten – an Israels Seite –, wenn er nicht bald beendet wird. Israel hat ein Existenzrecht, und die Angriffe gegen das Land müssen aufhören.“
Diese Beiträge des Chefs der ugandischen Streitkräfte sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da Kainerugaba für seine kontroversen Kommentare auf Twitter (jetzt „X“) bekannt ist, weshalb er auch den Spitznamen „Tweeting General“ trägt. Interessant ist jedoch der religiöse Bezug zu Ugandas angeblicher Unterstützung für Israel, der auf den Einfluss des sogenannten „christlichen Zionismus“ in einigen afrikanischen Ländern hindeutet.
(L.M.) (Fides 27/3/2026)


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