Kampala (Fides) – „Wir werden Pfarrer Deusdedit Ssekabira nur freilassen, wenn er die Wahrheit gesteht“, so der ugandische Präsident Yoweri Museveni am 18. Januar in seiner Rede anlässlich seines Wahlsiegs bei den Präsidentschaftswahlen vom 15. Januar (vgl. Fides 16/1/2026).
Laut Museveni soll der Priester, der am 3. Dezember von der Armee unter verfassungswidrigen Umständen festgenommen wurde (vgl. Fides 17/12/2025), Verbindungen zum Oppositionsführer Robert Kyagulanyi Ssentamu, genannt Bobi Wine, haben.
Nach Angaben des ugandischen Präsidenten habe dieser bei einem Treffen mit Bischof Serverus Jjumba von Masaka (der Diözese, in der Pfarer Ssekabira inkardiniert ist), den Staatschef aufgefordert, den Priester freizulassen. „Als ich Bischof Jjumba vor einigen Tagen traf, hatten wir einen Priester in Masaka verhaftet, weil er mit den Anhängern von Kyagulanyi in Verbindung stand”, erklärte Museveni. „Sie wollten, dass ich ihn freilasse, aber ich habe Nein gesagt. Wir können ihn nicht freilassen. Wir können ihn freilassen, wenn sie die Wahrheit sagen und damit aufhören, denn unser Interesse ist es nicht, sie zu bestrafen, sondern dass sie damit aufhören und es nie wieder tun.“
Zunächst wurde Pfarrer Ssekabira als vermisst gemeldet, bevor die Armee seine Inhaftierung wegen Subversionsvorwürfen bestätigte. Mehr als zwei Wochen nach seinem Verschwinden wurde der Priester vor das Gericht in Masaka gestellt und am 23. Dezember wegen Geldwäsche angeklagt.
Die ugandische Wahlkommission erklärte unterdessen Museveni mit 71,65 % der Stimmen zum Sieger der Wahlen vom 15. Januar und verlängerte damit seine Amtszeit auf fast 40 Jahre, trotz Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten, Fehlern bei den biometrischen Erkennungssystemen und einem Internetausfall. Seine neue Amtszeit beginnt im Mai 2026.
(L.M.) (Fides 20/1/2026)