Abuja (Fides) – Im Distrikt Takum und anderen Gebieten des Bundesstaates Taraba im Nordosten Nigerias wird erneut vor möglichen Angriffen von Fulani-Hirten gewarnt. Dies teilte die Diözese Wakuri in einer Erklärung vom 25. März mit, die von Pfarrer Anthony Bature, Verwaltungsvikar und Leiter des diözesanen Friedenskomitees, unterzeichnet wurde.
„In den sozialen Medien kursiert ein Video der Organisation ‚Equipping the Persecuted‘“, heißt es in der Erklärung, die Fides vorliegt. „Der Geschäftsführer, Judd Saul, warnt vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff bewaffneter Fulani-Hirten ab dem 23. März in Takum, Chanchanji und im Bezirk Tor Damisa der Lokalverwaltung Donga sowie an anderen Orten. Bekanntlich wurde ein ähnlicher Angriff in Chanchanji zwischen dem 21. und 22. März 2026 vereitelt, die Terroristen wurden jedoch vom Militär zurückgeschlagen”.
Im Gebiet von Takum wurde erst in den vergangenen Tagen die „St. James the Great Catholic Church“ in Adu angegriffen (vgl. Fides 25/03/2026).
„Immer mehr Terroristen sammeln sich an verschiedenen Orten im Verwaltungsbezirk Takum“, so warnt Pfarrer Bature, „beispielsweise in New Gboko, sowie im Verwaltungsbezirk Donga entlang des Donga-Flusses und in Ananum.“
Die Diözese Wakuri betont, dass die von Fulani-Hirten verursachte Unsicherheit die Lage der Bevölkerung in der Region verschärft. „Nachrichten über diese Angriffe schüren Angst und Schrecken und führen zu einer Massenflucht in unbekannte Gebiete, ohne Hoffnung auf Rettung.“
„Angesichts dieser Lage ruft Bischof Mark Maigida Nzukwein die Dekane, Priester und Ordensleute der genannten Gebiete auf, ihre Gläubigen zu sensibilisieren und alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen für die eigene Sicherheit zu treffen“, heißt es in der Erklärung. Sie werden dringend gebeten, „die Strafverfolgungsbehörden zu kontaktieren, um die Sicherheit zu erhöhen und die drohende humanitäre Katastrophe abzuwenden.“
Bei einer Pressekonferenz im vergangenen Februar hatte der Bischof von Wakuri, Mark Maigida Nzukwein, berichtet, dass die Bewohner des Distrikts Chanchanji im Verwaltungsbezirk Takum sowie Teile der Verwaltungsbezirke Ussa und Donga in Südtaraba bereits seit September 2025 aufgrund von Angriffen der Fulani-Hirten in einer verzweifelten Lage leben.
„Bislang gab es mehr als 80 Tote, zahlreiche Verletzte, über 200 zerstörte Siedlungen und Kirchen sowie mehr als 90.000 vertriebene katholische Einwohner“, sagte Bischof Nzukwein. Er fügte hinzu: „Die Fulani-Milizen, die diese Angriffe verüben, treffen in der Regel in den frühen Morgenstunden ein, meist während die Menschen schlafen, und greifen an, töten jeden, dem sie begegnen, und setzen Häuser und Ernten in Brand.“
„Darüber hinaus“, so der Bischof weiter, „haben Milizen die Kontrolle über das Ackerland der Bevölkerung übernommen und greifen jeden an, der es wagt, die Felder zu betreten, um Nahrung für die eigene Familien zu beschaffen“. „Einige Frauen wurden bei diesen Angriffen vergewaltigt“, beklagt er. Die Hirten nutzen die Feldfrüchte, um ihre Herden zu füttern.
(L.M.) (Fides 26/3/2026)