ASIEN/BAHRAIN - Botschaft des Apostolischen Vikariats des Nördlichen Arabien: “Möge der Weg des Ramadan und der Fastenzeit uns in diesen schwierigen Zeiten vereinen”

Freitag, 6 März 2026

AVONA

Awali (Fides) – „Als Oberhaupt der katholischen Kirche des Apostolischen Vikariats Nördliches Arabien und als Bischof des Königreichs Bahrain möchte ich mich in diesen schwierigen Tagen, die aufgrund des Krieges von Schmerz und Unsicherheit geprägt sind, im Namen der gesamten katholischen Gemeinschaft – Priester, Ordensleute und Gläubige –, die ich vertrete, mit Worten der Ermutigung und Hoffnung an Sie wenden.“
Fast eine Woche nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Golfregion (vgl. Fides 28/2/2026) wendet sich der Apostolische Vikar, Bischof Aldo Berardi (O.SS.T.), an König Hamad bin Isa bin Salman Al Chalifa, Prinz Salman bin Hamad bin Isa Al Chalifa, die Mitglieder der Regierung, die Bürger Bahrains und alle Einwohner des Landes und wünschte allen Frieden und innere Ruhe.
„Der Ausbruch dieses Krieges hat uns alle, sowohl die muslimische als auch die christliche Gemeinschaft, in einer für beide Religionen besonders wichtigen religiösen Zeit überrascht: dem heiligen Fastenmonat Ramadan bzw. der vierzigtägigen christlichen Fastenzeit“, fährt der Bischof fort. „Ich glaube, dass diese beiden besonderen Zeiten dieses Jahr nicht zufällig, sondern durch göttliche Vorsehung am selben Tag, dem 18. Februar begannen. Muslime und Christen haben diesen Weg gemeinsam begonnen und wir wurden dabei – was durch den Krieg noch deutlicher wird – an die Zerbrechlichkeit unseres Lebens, an die Vergänglichkeit unserer Existenz auf dieser Erde und damit an die Notwendigkeit erinnert, uns von ganzem Herzen an Gott zu wenden, zu fasten und für unsere Fehler und die Sünden der Welt Buße zu tun.“
„Möge dieser Weg des Ramadan und der Fastenzeit, den wir gemeinsam begonnen haben, uns auch in diesen schwierigen Zeiten des Konflikts vereinen“, heißt es in der Erklärung weiter, „indem wir unermüdlich nach Wegen zum Frieden suchen, mit dem Wunsch, zu Zeiten der Ruhe zurückzukehren, sowohl für das Volk des Königreichs Bahrain im Besonderen als auch für die gesamte Region des Nahen Ostens. Durch Fasten und beständiges, aufrichtiges Gebet, das aus Herzen kommt, die des Trost und der Hilfe bedürfen, können wir beim einzigen Gott, dem Gott unseres Patriarchen Abraham, für die Wiederherstellung des Friedens Fürsprache einlegen.“
„Ich bitte Gott ganz besonders, alle Familien zu trösten, die ihre Angehörigen verloren haben; ich bete auch für die Seelen derer, die in diesem Krieg ums Leben gekommen sind, und für alle, die auf die eine oder andere Weise physisch, psychisch, spirituell und materiell von diesem Konflikt betroffen sind. Lasst uns Friedensstifter sein, wie Jesus Christus in der Bergpredigt betont, und Gott darum bitten, Wege der Einheit aurzuzeigen, damit das Donnern der Raketen aufhört und wir ein für alle Mal in Gemeinschaft in einer Region leben können – dem Nahen Osten –, die leider so oft von Spaltung geprägt ist. Ich möchte auch all jenen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die mit Verantwortung und Engagement unsere Grenzen verteidigen und die Sicherheit des Königreichs schützen“, so der Apostolische Vikar.
„Möge das Königreich Bahrain, das sich stets als Nation ausgezeichnet hat, in der Harmonie, gegenseitiger Respekt und Toleranz vorherrschen, weiterhin als Leuchtturm der Koexistenz und Hoffnung in dieser Region strahlen; und möge Gott der Allmächtige sein Volk segnen, seine Stabilität bewahren und ihm das dauerhafte und kostbare Geschenk des Friedens gewähren“, so Bischof Berardi abschließend.
(AP) (Fides 6/3/2026)


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