London (Fides) – „Ich sehe, dass Sie eine lebendige und dynamische Gemeinde sind! Und für uns, die wir aus christlichen Traditionen kommen, besteht immer die Gefahr, die Präsenz der Kirche als selbstverständlich anzusehen,“ so Kardinal Giorgio Marengo, Consolata-Missionar und Apostolischer Präfekt von Ulaanbaatar in der Mongole, in seiner Ansprache an die Anwesenden, die in der “St Peter’s Catholic Church“ in Hazel Grove, Stockport, England, zusammengekommen waren, um ihm zu begegnen und ihm zuzuhören. Der Kardinal forderte dazu auf, die Gelegenheiten zu nutzen, in denen wir „die Worte Jesu so oft wir wollen hören können und diese dankbar wahrzunehmen und zu schätzen. Wir dürfen die wunderbaren Sakramente der Kirche empfangen.“
Der jüngste Besuch von Kardinal Marengo im Vereinigten Königreich war geprägt von zahlreichen Begegnungen im Zeichen des Austauschs. Auf Einladung von Pfarre Anthony Chantry, dem Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in England und Wales (Missio UK), konnte der Apostolische Präfekt von Ulaanbaatar vom 2. bis 6. Februar bei verschiedenen Gelegenheiten über seine Missionserfahrungen in der Mongolei berichten. Wie der Kardinal gegenüber Fides betonte, war dies auch für ihn eine wertvolle Gelegenheit war, zu neuen Begegnungen und anregende Erfahrungen. Begleitet wurde der Besuch von Gottesdiensten und Informationsveranstaltungen in London, Stockport (Manchester) und Birmingham.
Freiwillige und Unterstützer von „Missio UK“ sowie Schüler und Schülerinnen und Seminaristen gehörten zu denjenigen, die der Apostolische Präfekt von Ulaanbaatar während seiner Zeit in Großbritannien traf und mit denen er über die Entwicklung der katholischen Gemeinde in der Mongolei seit 1992 sprach.
„Ich fühle mich privilegiert, in der Mongolei zu sein“, vertraute Marengo während seiner Predigt bei dem Gottesdienst in der Kirche „St. Peter“ in Hazel an, „denn ich bin berufen, Menschen zu begleiten, die noch nie die Gelegenheit hatten, den Herrn kennenzulernen.“ In der Mongolei, fügte er hinzu, sei dies keine Selbstverständlichkeit, „sodass Menschen, die zum christlichen Glauben konvertieren, manchmal auf Widerstand stoßen und nicht vollständig verstanden werden. Deshalb sind eure Gebete, eure Unterstützung und euer Interesse an dem, was dort geschieht, eine große Ermutigung für sie.“
In einem Kontext wie dem heutigen in der Mongolei, so der Missionar und Kardinal, drehe sich alles um die Realität der Begegnung: „Jesus zu begegnen ist das Beste, was einem im Leben passieren kann. Und wenn sich niemand ihm hingibt, damit andere ihn kennenlernen können, wird dies schwer geschehen. Der Heilige Geist kann alles bewirken, aber Christus wirkt gewöhnlich durch die Begegnungsräume, die wir schaffen.“
Vor den Schülern des „Aquinas College“ in Stockport, wo auch von eine kleine Gruppe der „St. James’ Catholic High Schoo“ zu Gast war, sprach der Apostolische Präfekt von Ulaanbaatar über seine Erfahrungen als Bischof einer kleinen katholischen Gemeinde mit nur 1450 Mitgliedern, angefangen bei den ersten Schritten seines Wirkens in der Mongolei, das 2003 begann. Nach nunmehr 23 Jahren wurden neun Pfarreien in der Mongolei gegründet und soziale Projekte ins Leben gerufen, darunter Kindergärten, Berufsschulen, Kliniken, Altenheime, Obdachlosenzentren und ein Zentrum für junge Menschen mit Behinderungen. Soziale Einrichtungen und Projekte, die der gesamten lokalen Bevölkerung zugutekommen.
Der Kardinal beantwortete im Anschluss Fragen der Schüler. „Die Begegnung mit dem Kardinal war eine außergewöhnliche Gelegenheit. Seine Worte haben mich so berührt, dass sie in mir den Wunsch geweckt haben, bald selbst einmal Missionserfahrung zu sammeln“, sagte Louisa, eine Schülerin der zwölften Klasse. „Ich bin glücklich“, fügte sie hinzu, „dass ich ihn kennenlernen durfte; diese Begegnung war für uns alle sehr bereichernd.“
(EG) (Fides 17/02/2026)
EUROPA/ITALIEN - "Hiraya": Ein Beitrag der philippinischen Auslandsgemeinde in Rom zum Heiligen Jahr