Abuja (Fides) – Laut einer Mitteilung der Diözese Kontagora griffen bewaffnete Banden am Sonntag, dem 1. Februar, mit „koordinierten Angriffen” mehrere Orte in den Verwaltungsbezirken Agwara und Mashegu im Bundesstaat Niger im nördlichen Zentralnigeria an.
„Im Verwaltungsbezirk Agwara begannen die Banden ihren Angriff in der Hauptstadt, indem sie eine Polizeistation in Brand setzten und schwer beschädigten”, heißt es in der Erklärung, die vom Sprecher der Diözese Kontagora, Pfarrer Matthew Stephen Kabirat, unterzeichnet wurde.
Anschließend überfielen die Angreifer das Haus eines Dorfbewohners, Ahmed Burade, und entführten seine Frau, seine Schwägerin und drei seiner Kinder. „Augenzeugen berichteten, dass Ahmed Burade nur knapp der Entführung entkommen sei, da Polizeibeamte versuchten, die Angreifer zurückzudrängen”, heißt es in der Verlautbarung, die Fides vorliegt.
Die Angreifer nahmen dann die Kirche der „United Missionary Church of Africa“ (UMCA) in Agwara ins Visier und steckten sie in Brand. „Aufgrund der Angriffe flohen mehrere Einwohner aus ihren Häusern und suchten aus Angst vor weiterer Gewalt Zuflucht im Busch und in den umliegenden Gebieten“, berichtet die Diözese Kontagora.
Ebenso, so heißt es in der Erklärung weiter, wurde die einst friedliche Gemeinde in Tugan Gero im Verwaltungsbezirk Mashegu am selben Tag gegen 2 Uhr morgens zum Schauplatz des Terrors, als bewaffnete Banden einen koordinierten Angriff starteten, dessen Hauptziel das an die Klinik Tugan Gero angeschlossene Kloster war, die beide im Besitz der Diözese Kontagora sind.
Den Ordensfrauen gelang es, rechtzeitig zu fliehen, aber die Banditen plünderten und verwüsteten die Klinik, wobei sie medizinische Geräte und Einrichtungen entwendeten und schwer beschädigten.
Anschließend überfielen die Banditen einige vorbeifahrende Autos, töteten einen Passagier und entführten eine unbekannte Anzahl von Personen. Schließlich begaben sie sich zur UMCA-Kirche in Tugan Gero, wo weitere Menschen entführt wurden. „Augenzeugen berichteten, dass die Banditen mehrere Stunden lang ungehindert agierten, bevor sie sich zurückzogen und den Einwohnern Angst, Zerstörung und tiefen Schmerz hinterließen“, so Pfarrer Kabirat abschließend, „Diese Angriffe haben erneut Besorgnis über die Sicherheit religiöser Gemeinschaften, Gesundheitseinrichtungen und ländlicher Siedlungen ausgelöst.“
Die Polizeibehörde des Bundesstaates Niger hat unterdessen den Angriff auf die Polizeistation von Agwara bestätigt, der sich am Sonntag, dem 1. Februar, gegen 3:40 Uhr morgens ereignet hat.
Nach Angaben der Polizei haben taktische Einheiten auf die Angreifer reagiert, doch diese haben die Beamten überwältigt und die Station mit Dynamit gesprengt. Die Behörden haben auch die Entführung von mindestens fünf Personen in Agwara bestätigt.
Um die Behörden in Abuja bei der Bekämpfung bewaffneter Gruppen, insbesondere dschihadistischer Gruppen, zu unterstützen, ist ein kleines Militärkontingent der Vereinigten Staaten in Nigeria eingetroffen. Die US-amerikanischen Soldaten werden die Aufgabe haben, ihre nigerianischen Kollegen mit nachrichtendienstlichen Informationen zu unterstützen.
(L.M.) (Fides 4/2/2026)