AFRIKA/D.R. KONGO - Dschihadisten der ADF verüben neue Massaker im Osten der Demokratischen Republik Kongo

Montag, 26 Januar 2026

Kinshasa (Fides) – Mindestens 25 Menschen wurden in Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo bei einer Reihe von Angriffen getötet, die den Rebellen der Alliierten Demokratischen Kräfte (Allied Democratic Force, ADF) zugeschrieben werden.
Wie Oberst Alain Kiwewa, Militärverwalter des Gebiets Lubero, mitteilte, „haben die ADF seit der Nacht des 24. Januar die Bevölkerung des Dorfes Musenge im Gebiet Lubero in Angst und Schrecken versetzt, wo sie mehrere Häuser (fast das gesamte Dorf), ein Gesundheitszentrum und eine katholische Kirche niedergebrannt haben“. Derzeit, so der kongolesische Offizier weiter, „trauern wir um zwei Soldaten, die sich so schwere Verbrennungen zugezogen haben, dass sie nicht mehr zu erkennen sind“. „Ein Großteil der lokalen Bevölkerung ist auf der Flucht in die mindestens 30 Kilometer entfernte Stadt Butembo. Die aktuelle Opferzahl ist nur vorläufig. Wir warten auf weitere Informationen von den kongolesischen und ugandischen Sicherheitskräften, die in der Region im Einsatz sind, um eine vollständige Bilanz zu erhalten.“
Das Dorf Musenge gehört zur Region Mwenye, wo die ständigen Angriffe der Dschihadisten der ADF zu einer Situation großer Unsicherheit geführt haben. Laut Angaben von zivilgesellschaftlichen Quellen haben frühere Angriffe in diesem Gebiet bereits mehr als 25 Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gefordert und 63 Häuser in Brand gesetzt.
Die gravierende Instabilität in der Region Mwenye hat zur Schließung von fünf lokalen Gesundheitszentren geführt, was für die lokale Bevölkerung mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden ist.
Die ADF greift auch weiterhin in der benachbarten Provinz Ituri an, wo in der Nacht vom 24. Januar mindestens drei Zivilisten bei einem doppelten Angriff auf die Dörfer Ahombo und Mangwalo im Gebiet Irumu getötet wurden. Laut lokalen Quellen wird auch das Verschwinden einer unbekannten Anzahl von Einwohnern der beiden angegriffenen Dörfer gemeldet.
Seit Mai 2021 befinden sich die Provinzen Nordkivu und Ituri im Belagerungszustand (vgl. Fides 7/5/2021), um es den kongolesischen Streitkräften (Forces Armées de la République Démocratique du Congo, FARDC) zu ermöglichen, die ADF und andere bewaffnete Gruppen umfänglich zu bekämpfen, die seit Jahrzehnten in den beiden Gebieten ihr Unwesen treiben. Fünf Jahre nach Verhängung des Belagerungszustands scheint die Unsicherheit in den beiden Provinzen jedoch kein Ende zu nehmen. Vielmehr hat sich die Situation nach Ansicht des Klerus der Diözese Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri durch die Verhängung des Militärregimes verschlechtert (vgl. Fides 22/8/2025).
(L.M.) (Fides 26/1/2026)


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