AMERIKA/COSTA RICA - Bischöfe wünschen sich “verantwortungsvolle und bewusste” Teilnahme an den Wahlen

Dienstag, 20 Januar 2026

CECOR

San José (Fides) – Die Mission der Kirche besteht darin, „das Gewissen zu bilden, mit dem Evangelium zu erleuchten und das bürgerliche Engagement der Gläubigen zu wecken“, so die Bischöfe Costa Ricas im Hinblick auf die für den 1. Februar geplanten Parlamentswahlen.
In einer gemeinsamen Botschaft wandten sich die Bischöfe des Landes an die Bevölkerung, insbesondere an die Jugendlichen, und betonten die Bedeutung der Wahl. Sie ermutigten die Wahlberechtigten zu einer „verantwortungsvollen und bewussten“ Teilnahme als Mittel zur Bekämpfung der Wahlenthaltung und zur Betrachtung des Wahlprozesses als einen Schlüsselmoment für das demokratische Leben des Landes. Die Bischöfe zeigten sich besorgt über „die hohe Wahlenthaltung bei den vergangenen Wahlen“. Nach den Daten der Präsidentschaftswahlen von 2022, bei denen der derzeitige Präsident Rodrigo Alberto de Jesús Chaves Robles gewählt wurde, gingen 1.418.062 wahlberechtigte Costa-Ricaner nicht zur Wahl, was mit 40 % die höchste Wahlenthaltung in der Geschichte des Landes darstellt.
„Ihr seid die Gegenwart Costa Ricas; wählt bewusst, mit Erinnerung und kritischer Hoffnung. Informiert euch, diskutiert, vergleicht die Vorschläge und denkt an diejenigen, die am meisten Hilfe brauchen“, heißt es in der Erklärung des Ständigen Rates der Costa-Ricanischen Bischofskonferenz (CECOR). „Als eure Hirten sagen wir euch: Costa Rica braucht eure Perspektive, eure Energie, eure kreative Kritik und euer Engagement. Liebe junge Menschen, eure Hirten bitten den Herrn des Lebens und der Geschichte, für euch Fürsprache zu halten, damit ihr nicht Müdigkeit oder Desillusionierung erbt, sondern vielmehr den Wunsch, euch zu engagieren, euch um das zu kümmern, was wir gemeinsam haben, und daran zu glauben, dass die Demokratie erneuert und gestärkt werden kann und muss“, bekräftigen die Bischöfe.
In ihrer Botschaft wandten sich die Bischöfe auch an die Priester und betonten, dass „die Ausübung des Wahlrechts ein konkreter Ausdruck staatsbürgerlicher Verantwortung, ein legitimes Mittel zur Verfolgung des Gemeinwohls und Ausdruck einer soliden und aufbauenden Demokratie ist. Wir laden alle ein, das Volk Gottes zu ermutigen, sich zu informieren, zu unterscheiden und aktiv an den Wahlen teilzunehmen, und daran zu erinnern, dass die Zukunft Costa Ricas auf dem Engagement von heute aufgebaut ist”.
Am kommenden 1. Februar werden der Präsident, der im ersten Wahlgang 40 % der Stimmen erreichen muss (andernfalls kommt es zu einer Stichwahl), und die Mitglieder des Parlaments gewählt. Es gibt 20 Präsidentschaftskandidaten, darunter 5 Frauen.
(AP) (Fides 20/1/2026)


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