AFRIKA/SÜDAFRIKA - Pandemie beenträchtigt kirchliche Arbeit: Religionsvertreter warnen vor Verspätungen bei der Impfung

Donnerstag, 7 Januar 2021   ortskirchen    

Johannesburg (Fides) - "Wir appellieren an die Regierung, alles zu tun, die dringende Beschaffung des Impfstoffs zu gewährleisten, der ein öffentliches Gut ist", so die christlichen Führer Südafrikas in einer Erklärung des Südafrikanischen Kirchenrates (SACC) ). “Es ist bereitet uns große Sorge, wenn wir sehen, dass unsere Menschen weiter sterben, während wir auf den Beginn der COVAX-Impfkampange warten, die erst im zweiten Quartal des Jahres beginnen soll".
COVAX ist ein Programm, das im April vergangenen Jahres von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und Frankreich zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie ins Leben gerufen wurde und darauf abzielt, bis Ende 2021 insgesamt 2 Milliarden Dosen Impfstoffe herzustellen. Die teilnehmenden Länder sollen gleichberechtigten Zugang zu den Impfstoffen haben. Die südafrikanischen Behörden haben jedoch bisher weder eine Versorgung mit Impfstoffen noch einen Plan für die Massenimpfung sichergestellt.
“Während wir auf das Eintreffen der Impfstoffe warten, sind die Auswirkungen von Covid-19 zu spüren, und ich befürchte, dass diese Auswirkungen auch katastrophale Folgen für die Kirche in Südafrika haben werden“, schreibt der südafrikanische Priester Elias Ledwaba. „Covid-19 hat den Kirchenbesuch negativ beeinflusst. Diese globale Pandemie, hat zumindest in meiner Gemeinde, hat die demographischen Probleme aufgedeckt: es ist klar geworden, dass die Kirche aus einer älteren Generation besteht, die größtenteils besonders anfällig ist und ein höheres Infektionsrisiko hat und schließlich auch an Covid-19 stirbt. Diese Tatsache stellt eine Herausforderung dar und wir müssen neue Wege zur Evangelisierung junger Menschen und junger Erwachsener vorschlagen.“
„Darüber hinaus hat Covid-19 bereits einige Gemeinden oder ganz Diözesen in den Bankrott gezwungen. Der Kirchenbesuch ist drastisch zurückgegangen und die finanzielle Unterstützung der Geistlichen und der Pfarrei ist beeinträchtigt. Wenn der Weg von Covid-19 so weitergeht, befürchte ich, dass eine beträchtliche Anzahl von Gemeinden zusammengelegt oder sogar geschlossen werden muss“, so Pfarrer Ledwaba, der auch an die verschiedenen Priester und Ordensleute erinnert, die vom Virus betroffen sind. „Es tröstet mich die Tatsache, dass Covid-19 den Menschen einen umfassenden Rückzug ermöglicht hat, um ihre Beziehung zu Gott neu zu bewerten, die familiären Bindungen zu stärken und geistlich zu wachsen. einige Verhaltensmuster zu ändern und zu lernen, alles zu schätzen, was wir haben. Wenn wir mit diesem unsichtbaren, aber gefühlten Feind kämpfen, dürfen wir uns immer daran erinnern, dass am Ende eines Tunnels immer ein Licht ist“, bekäftigt der katholische Priester abschließend.
(L.M.) (Fides 7/1/2021)


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