AFRIKA/KENIA- Bischöfe fordern Maßnahmen der Regierung: “Zuviele Ärzte sterben an Covid-19”

Donnerstag, 26 November 2020   bischöfe   gesundheitswesen  

Nairobi (Fides) – "Wir dürfen nicht länger zusehen, wie die letzte Hoffnung des kenianischen Volkes durch den Verlust des Lebens so vieler Ärzte, wie wir dies in den letzten Tagen gesehen haben, schwindet", so der Vorsitzende der Kenisanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Philip Arnold Subira Anyolo von Kisumu in einer Erklärung im Namen der Bischöfe, in der seine Besorgnis über die hohe Anzahl von Ärzten und Krankenschwestern zum Ausdruck bringt, die an Covid-19 gestorben sind.
In Kenia sind seit März mindestens 25 Ärzte an der von dme Coroanvirus verursachten Covid-19-Krankheit gestorben. Mitte November starben vier Ärzte innerhalb von 24 Stunden. Laut des Ärzteverbandes “Kenya Medical Practitioners and Pharmacists and Dentists Union” haben sich bisher 2.200 Ärzte mit dem Virus infiziert. Die Gesamtzahl der Infizierten im Land beträgt über 75.000.
Trotz der Verfügbarkeit von Budgets und des versprochenen Engagements der Regierung seien Ressourcen nicht konsequent ur Unterstützung des Gesundheitssystems während der Pandemie bereitgestellt worden, beklagt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, so dass die Mitarbeiter des Gesundheitswesens besonders gefährdet seien.
"Wir fordern die Regierung auf, schnell zu handeln, um sicherzustellen, dass die verfügbaren Ressourcen bestmöglich genutzt werden und die notwendigen Maßnahmen für das Gesundheitssystem garantiert werden", so Bischof Anyolo, der daran erinnert, dass die Mitarbeiter des Gesundheitswesens trotz der fehlenden Maßnahmen weiterhin versuchen Leben zu retten. Für
Anfang Dezember drohten die Ärzte mit einem Streik, sollten Arbeitsbedingungen nicht verbessert und persönliche Schutzausrüstung weiterhin nicht gewährleistet sein.
Die Bischöfe fordern die Regierung auf, Gespräche mit der Gewerkschaft des Gesundheitswesens aufzunehmen und auf die Bedürfnisse von Ärzten und Krankenschwestern einzugehen.
(L.M.) (Fides 26/11/2020)


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