AFRIKA/KENIA - Bischöfe besorgt über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie

Mittwoch, 18 November 2020 bischöfe    

Nairobi (Fides) - "Wir sind besorgt über die finanzielle Belastung, mit der wir alle konfrontiert sind, insbesondere die Ärmsten, die nicht über die Mittel verfügen, um die Pflege der Kranken oder die Beerdigungen ihrer Angehörigen zu bezahlen", so die Bischöfe von Kenia in der am Ende ihrer Vollversammlung veröffentlichten Botschaft, in der sie die Besorgnis der katholischen Bischofskonferenz über die Auswirkungen der Covid-19-Epidemie auf das Land zum Ausdruck bringen.
"Wir stellen mit Besorgnis fest, dass die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen zunimmt und dass täglich viele Menschen ums Leben kommen", schreiben die Bischöfe, die an die Hilfsberitschaff der Kenianer appellieren und darum bitten, Menschen in wirtschaftlichen und psychischen Schwierigkeiten zu unterstützen ."Wir fordern private Krankenhäuser und Kliniken auf, die Preise ihrer Dienstleistungen für Hilfesuchende nicht zu erhöhen”, so die Bischöfe in diesem Zusammenhang
Die Bischöfe, fragen sich, ob es angesichts des Pandemie-Notfalls nicht angebracht wäre, den Prozess der Verfassungsänderung auszusetzen. Mit der Building Bridges Initiative (BBI) will die kenianische Regierung eine Reform der kenianischen Verfassung und Institutionen auf den Weg bringen. "Verfügt das von der Pandemie betroffene Land mit der Wirtschaft in großen Schwierigkeiten über die notwendigen Mittel, um vor 2022, 18 Monate vor den allgemeinen Wahlen, ein Verfassungsreferendum abzuhalten? Dies ist ein Prozess, der Geld erfordert" so die Bischöfe. "Kann es sich das Land wirklich leisten, seine begrenzten Ressourcen für ein Referendum auszugeben, während der Gesundheits- und Bildungssektor Schwierigkeiten hat und dringend Unterstützung zur Bewältigung der Folgen der Covid-19-Pandemie braucht?"
Die Bischöfe schlagen vor, im Parlament die im BBI-Bericht empfohlenen Reformen zu erörtern, deren Umsetzung Gesetzgebungs- und Verwaltungsakte erfordern, aber sich von denen zu verabschieden, die ein Volksreferendum erfordern, "um die positiven Impulse des Berichts beizubehalten".
(L.M.) (Fides 18/11/2020)


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