AMERIKA/BOLIVIEN - Requiem für Bischof Scarpellini: Ein Leben für die Verkündigung des Evangeliums

Mittwoch, 22 Juli 2020 missionarische Öffentlichkeitsarbeit   päpstliche missionswerke     ortskirchen    

El Alto (Fides) - Am Montag, den 20. Juli, wurde in der Kathedrale der Diözese El Alto, die Trauermesse für den verstorbenen Bischof Eugenio Scarpellini von El Alto, gefeiert, der am 15. Juli an den Folgen einer Covid-19-Infektion starb. Er war seit 1988 Missionar in Bolivien, langjähriger Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke und Koordinator der Päpstlichen Missionswerke des amerikanischen Kontinents (vgl. Fides 16/7/2020). Dem Gottesdienst stand der Generalsekretär der bolivianischen Bischofskonferenz, Prälat Aurelio Pesoa, vor. Es nahmen zahlreiche Priester, Ordensleute, Vertreter der Behörden und Freunde unter Einhaltung der Gesundheitsprotokolle teil.
Nach Angaben der Päpstlichen Missionswerke in Bolivien hielt Erzbischof Sergio Gualberti von Santa Cruz, ein brüderlicher Freund von Erzbischof Scarpellini, die Predigt in einer Video-Schaltung. "Einerseits ist da der Schmerz und die Trauer über den plötzlichen und unerwarteten Todes von Bischof Eugenio“, sagte er, “der Verlust eines großen Hiten, der von seinem Volk und insbesondere von mir, mit tiefen geistlichen Verbindung und Freundschaft, sehr geschätzt und geliebt wurde. Auf der anderen Seite das Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Gott für das Leben von Bischof Eugenio, dafür, dass er ihm das Geschenk des Glaubens gegeben hat, ihn als Priester nach dem Bilde Christi erwählt und ihn als Missionar in unsere Kirche nach Bolivien geschickt hat, wo er seinen Dienst mit Leidenschaft, Großzügigkeit und Freude tat“. Erzbischof Gualberti erinnerte an "seine überfließende Vitalität und die Begeisterung, die er in alles gesteckt hat, was er getan hat. Er steckte die Menschen mit seiner Energie an, die von seinem ganzen Wesen ausging, hinter dem sich jedoch das Herzen des treuen Nachfolgers Christi, des guten großzügig, einfühlsam und aufmerksam Hirten verbarg, das sich den Menschen, besonders den Armen zuwandte."
Am Ende des Gottesdienstes wurde ein Video gezeigt, in dem die Direktoren der Päpstlichen Missionswerke Zeugnisse aus verschiedenen Länder Amerikas zeigte, die die Charaktereigenschaften des verstorbenen Bischofs auf besondere Weise würdigten: die Freude, das Engagement, die Großzügigkeit und den Dienst am Evangelium, seine missionarische Berufung als unermüdlichen Vater, Freund und Missionar, Erbauer von Gerechtigkeit und Frieden, ein beispielhaftes Leben, in der Nachfolge Jesu mit Blick auf die Armen, Demütigen und Einfachen.
Auch die Vertreter der höchsten Ämter des Staates und der Bürgermeister von El Alto waren beim dem Requiem anwesend bei dem auch ein Beileidsschreiben von Papst Franziskus verlesen wurde, der sein tiefes Bedauern für die Angehörigen, den Klerus, die Ordenslezute und die Gläubigen der Diözese zum Ausdruck brachte: „Der Heilige Vater betet für die ewige Ruhe des Verstorbenen und erteilt den apostolischer Segen für alle, die um einen so wichtigen Verlust trauern", heißt es in der Botschaft des Paptes.
(SL) (Fides 22/7/2020)


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