AFRIKA/KENYA - Covid-19: “Wir müssen die Werte der Familie während dieser schwierigen Zeit der Isolation schützen“

Samstag, 13 Juni 2020 familien     bischöfe  

Nairobi (Fides) - „Kenianer sollten die Pandemie nicht als Gelegenheit betrachten, sich von den Werten der Familie zu entfernen. Sie sollten vielmehr über die besonderen Früchte der Ehe nachdenken. Eine gesunde Familie hat ein gutes Verhältnis zu Gott und untereinander. Familien sollten zusammen beten, das Wort Gottes lesen, evangelisieren und gegenseitigen Respekt ausdrücken. In der Familie werden zuerst die Werte, der Glaube und die Kultur der Gesellschaft erlernt und praktiziert", so der Präsident der Kommission für die Familien der Kenianischen Bischofskonferenz, Bischof Norman King'oo von Machakos.
Erzbischof King'oo wollte damit die Besorgnis der Bischöfe über die besonderen Auswirkungen der in Kenia zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängten Augangssperre auf Familien hervorheben.
Bei einem Gottesdienst in der Basilika der Heiligen Familie in Nairobi betonte der Bischof dass "die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft” sei und “Keimzelle des sozialen Lebens”, die Stabilität einer Gesellschaft garanitiere.
Der Bischof von Machakos stellte fest, dass die strengen staatlichen Maßnahmen, insbesondere die Einschränkung der Fortbewegung zur Verhinderung der Ausbreitung von COVID-19, in den Familie durch die Isolation besonderen Stresses und das Gefühl der Angst hervorgerufen habe. Hinzu seien Bedenken hinsichtlich des Zugangs zur Grundheitsversorgung und Sorgen hinsichtlich der Zukunft in den Haushalten aufgetreten.
Bischof King'oo ermutigte die Ehepartner in diesem Zusammenhang sich über ihre Bedenken auszutauschen und bei der Erziehung ihrer Kinder zusammenzuarbeiten, damit der familiäre Kontext harmonisch und friedlich bleibe.
Der der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für die Familien forderte die Kenianer abschließend auf, weiterhin zu beten und die Schwächsten in der Gesellschaft zu unterstützen sowie und die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie zu befolgen und bekräftigte das Engagement der Kirche und deren Zusammenarbeit mit staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen für das Gemeinwohl und bei der Bewältigund dieser schwierige Zeit.
(L.M.) (Fides 13/6/2020)


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