ASIEN/BANGLADESCH - Katholische Kirche richtet Corona-Hilfsfonds für besonders Bedürftige ein

Mittwoch, 22 April 2020   armut   caritas  

Dhaka (Fides) - Die katholische Kirche in Bangladesch richtet einen Hilfsfonds ein, um die Not der von der Ausgangssperre zur Eindämung von Covid-19 am meisten betroffenen Menschen zu lindern. "Die Covid-19-Pandemie wirkt sich in besonderem Maß auf das Leben der einfachen Menschen aus. Die Situation könnte sich in den kommenden Tagen noch verschlechtern. Infolgedessen werden viele Menschen in unserer Gemeinde unter Nahrungsmittel- und Medikamentenknappheit leiden. Die am stärksten betroffenen Menschen werden Kinder, Kranke und ältere Menschen sein und die Tagelöhner, die als Migranten in der Stadt Dhaka arbeiten und all diejenigen, die keinen festen Arbeitsplatz haben, sondern auf Gelegenheitsjobs für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind. Viele leiden unter Hunger und könnten daran auch sterben. Es liegt in unserer christlichen Verantwortung, auf diese schwierige Situation durch aufrichtiges Gebet, Opfer und finanzielle Unterstützung zu antworten", sagt Kardinal Patrick D'Rozario in einem Brief, der Fides vorliegt.
In seinem Schreiben bittet der Erzbischof von Dhaka und Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz von Bangladesch (CBCB), alle Gemeindefarrer, Verantwortlichen, Schulleiter und Leiter anderer christlicher Institutionen und Organisationen, einzelne Gläubige und andere potenzielle Spender, einen Beitrag zum Corona-Hilfsfonds zu leisten, der der bengalischen Kirche eingerichtet wurde. Der „Corona Charity Fund“ soll finanzielle und medizinische Unterstützung für Hilfsbedürftige anbieten. Der Kardinal bittet alle Gemeindefarrer, in Zusammnarbeit mit den Vinzentinern und den Gemeinderäten die ärmsten und mittellosen Familien zu identifizieren.
 "Wir haben bereits an 650 katholische Familien einen Betrag von 3.000 bengalischen Taka (33 Euro) ausgezehlt, um Lebensmittel zu kaufen", so Jyoti Gomes, Leiderin der von Caritasstelle in Dhaka und Mitarbeiterin des “Corona Charity Fund” gegenüber Fides. "Wir wollen 1.500 katholischen Familien in der Erzdiözese Dhaka helfen, die insgesamt 26 Pfarreien hat." Jyoti Gomes, teilt mit, dass "aufgrund der Aussgangssprerre viele bedürftige Katholiken, bei denen es sich um Tagelöhner, Kranke, ältere Menschen und Wanderarbeiter handelt, in Not sind“. "Laien und katholische Organisationen haben mit offenem Herzen Geld gespendet und sind dem Aufruf des Kardinals gefolgt".
"Ich konnte diesen Monat wegen des Coronavirus arbeiten, also konnte ich nichts verdienen”, so Manik Gomes aus Tejgaon bei Dhaka, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs verdient, gegenüber Fides. “Glücklicherweise und durch Gottes Gnade habe ich Hilfe von meinem Pfarrer erhalten. Jetzt kann ich meine Kinder ernähren. Dies ist eine großartige Hilfeleistung der Kirche. Ich bin Kardinal Patrick D'Rozario zutiefst dankbar, dass er diese Initiative ergriffen hat",
In Bangladesch wurden am 8. März die ersten drei Corona-Infektionen gemeldet. Derzeit sind mehr als 2.500 Personen infiziert.
(FC-PA) (Fides, 22/4/2020)


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