ASIEN/KIRGISISTAN - Coronavirus: Apostolischer Administrator erinnert an den Brief des heiligen Paulus an die Philipper

Dienstag, 10 März 2020   solidarietät   gebet   glaube  

Bischkek (Fides) - "Der mit der Ausbreitung des Coronavirus verbundene Gesundheitsnotstand scheint sich in vielen Teilen der Welt zuzuspitzen. Hier in Kirgisistan beten wir für alle, die sich an den von der Epidemie betroffenen Orten befinden: Gott gebe allen Betroffenen Kraft und wahren Frieden. In meiner Predigt am Sonntag habe ich versucht, alle an die Tiefe der katholischen Weisheit in schwierigen Zeiten zu erinnern. Wir können und dürfen diese Widrigkeiten nicht ignorieren oder leugnen, sondern es ist notwendig, auf Klugheit und Weisheit sowohl der Wissenschaft als auch der Spiritualität zurückzugreifen", so der Apostolischer Administrator von Kirgisistan und Jesuitenpater Anthony Corcoran zur aktuellen Corona-Epidemie.
„Eine der Passagen der Heiligen Schrift, mit der ich mich am meisten verbunden fühle“, so Pater Corcoran, „ist das vierte Kapitel des Briefes an die Philipper, in dem der heilige Paulus uns einlädt, uns nicht um die Dinge der Welt zu sorgen, sondern in jeder Lage betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Gott zu bringen. Oder, wie wir in einem exegetischen Text lesen, "mit dankbarem Herzen", d.h. mit einer Seele, die Gott im Voraus dafür dankt, wie er unsere Probleme lösen wird. Auf diese Weise fährt der heilige Paulus fort und sagt Gott wird einen Frieden schenken, der alles Verstehen übertrifft. Das finde ich sehr ermutigend: Gott im Voraus zu danken und daran zu glauben, dass die schwierige Situation, in der wir uns befinden, nicht das letzte Wort haben wird. Es ist Gott, der das letzte Wort hat und dies allem, was passiert, im Guten oder im Schlechten, eine besondere Bedeutung."
Nach neuesten Daten der Weltgesundheitsorganisation gibt es derzeit keine Fälle von Ansteckung durch Coronavirus in Kirgisistan und anderen zentralasiatischen Ländern. Angesichts der Nähe des Gebiets zu China, wo es den weltweit größten Ausbruch von Covid-19 gab, ist die Alarmbereitschaft jedoch groß.
(LF) (Fides 10/3/2020)


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