ASIEN/KASACHSTAN - Mikrokredite sollen Arbeitsplätze schaffen

Freitag, 21 Februar 2020 caritas   entwicklung   bildung    

Almaty (Fides) - „In den Dörfern und Vororten, auch unweit von den Großstädten, fehlen Arbeitsplätze, insbesondere für Frauen. Während es Männern normalerweise gelingt, Geld zu verdienen, um ein Auto zu kaufen und in die Stadt zu kommen, um Taxifahrer zu werden oder andere kleine und oft prekäre Jobs zu erfinden, bleiben Frauen in kleinen Vororten stecken und haben keine Möglichkeit, ihre Zukunft zu gestalten. Die Caritas in Kasachstan hat deshalb in kleinen Schritten ein Mikrokreditprojekt entwickelt: Wir haben Nähmaschinen für Frauen gekauft, um Öko-Taschen herzustellen, die wir bei der Caritas bereits verkaufen und vertreiben. Mit Hilfe von Partnern oder Sponsoren möchten wir weitere Nähmaschinen kaufen und die Arbeitsmöglichkeiten auf andere Frauen ausweiten. Sobald die Teilnehmerinnen den Kredit zurückgezahlt haben, entscheiden sie, ob sie weiter mit uns zusammenarbeiten oder ein eigenes Unternehmen gründen möchten", berichtet Pater Guido Trezzani, Direktor der Caritas Kasachstan.
Die Caritas versucht in dem zentralasiatischen Land die menschlichen Entwicklung und ein umfassenden soziales, wirtschaftliches und kulturelles Wachstum zu fördern. Der Caritas-Direktor teilt mit, dass in den letzten Wochen ein weiteres Projekt zur Berufsausbildung von Erwachsenen und Jugendlichen mit einer Behinderungen gestartet wurde: „Vor einiger Zeit haben wir begonnen, zwei Gewächshäuser zu bauen, eines in Talgar und eines in Almaty. In einem der beiden haben wir offiziell mit der Arbeit begonnen und wir blicken bereits in die Zukunft: Wir haben festgestellt, dass es in anderen Regionen Räume gibt, die für die Schaffung anderer Gewächshäuser und Plantagen genutzt werden könnten. All diese Arbeiten geben uns die Möglichkeit, landwirtschaftliche Produkte anzubauen und den Betroffenen Arbeitsmöglichkeiten anzubieten." Bereits in den vergangenen Jahren hat Caritas eine eine Initiative zur Eingliederung von Menschen mit Down-Syndrom in die Arbeitswelt und eine Reihe von Fortbildungsmaßnahmen, darunter auch Online-Englischkurse auf den Weg gebracht.
(LF) (Fides 21/2/2020)


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