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Asia

2003-09-24

ASIEN/LAOS - DIE FRÜCHTE DER WELTJUGENDTAGE: BERUFUNGEN UNTER JUNGEN KATHOLIKEN IN LAOS, HOFFNUNG FÜR DIE KLEINE KIRCHE DES LANDES

Vatikanstadt (Fidesdienst) – „Die Hoffnung unserer kleinen Glaubensgemeinschaft sind die Berufungen unter den jungen Menschen, die die Kirche in Laos bereichern und stärken können. Die jungen Menschen, die sich für das Priesteramt entscheiden haben an den Weltjugendtagen in Rom im Jahr 2000 und in Toronto im Jahr 2002 teilgenommen: Der Herr hat sie mit den Worten des heiligen Vaters bei diesen unvergesslichen Ereignissen gerufen“, so der Apostolische Vikar von Paksé in Südlaos, Bischof Louis Marie Ling Mangkhanekhoun, im Gespräch mit dem Fidesdienst.
Der Bischof beschreibt dem Fidesdienst, wie er, trotz extrem schwieriger Bedingungen und viel Leid, seine Pastoralarbeit fortsetzt und dabei auf die göttliche Vorsehung vertraut.
„Wir sind eine kleine Glaubensgemeinschaft“, so der Bischof, „mit wenigen Katholiken, rund 14.000, die in meinem Vikariat von eineinhalb Priestern betreut werden, wie ich im allgemeinen zu sagen pflege: der eine Priester bin ich, der andere ist ein pensionierter Priester, der inzwischen schon sehr alt ist, und sich nicht mehr fortbewegen kann. Wir bräuchten mindestens 10 Priester, doch wir können nicht auf die Hilfe von Missionaren zählen (ihre Tätigkeit ist von der Regierung verboten, die Red.). Es ist sehr schwierig, die Menschen in den vielen abgelegenen Dörfern zu besuchen und sie seelsorgerisch zu betreuen: so kommt es, dass die meisten nur einmal im Monat einen Gottesdienst besuchen können, denn ich feire jeden Sonntag in einer anderen Pfarrei eine Heilige Messe“.
Der Kirche fehlt es auch an den notwendigen Einrichtungen: „Wir haben weder Schulen noch Sozialstationen. Bei unserer Arbeit werden wir von zwei Schwesternkongregationen unterstützt, denen 76 Ordensfrauen angehören, die vor allem Kranke pflegen. Wenn am Sonntag keine Heilige Messe gefeiert werden kann, halten sie einen Wortgottesdienst“.
Die Bischöfe in Laos treffen sich nur wenige Male im Jahr, manche von ihnen wurden verfolgt oder inhaftiert: „Wir hoffen, dass es eine größere Öffnung und damit für uns ein angenehmeres Leben geben wird. Wir sind isoliert und brauchen alles, vor allem auch für die Ausbildung der Katechisten (es gibt rund 300)“.
„Trotz all dieser Schwierigkeiten“, freut sich der Apostolische Vikar von Paksé, „gibt es viele Berufungen: gegenwärtig bereiten sich 11 Seminaristen auf das Priesteramt vor. Sie sind die ganze Hoffnung unserer kleinen Kirche. Dabei handelt es sich um die Früchte der Weltjugendtage, an denen diese jungen Menschen teilgenommen haben, wo sie mit der Weltkirche in Kontakt treten konnten. Zwei von ihnen, der 25jährige Kadam und der 22jährige Boualy waren in Rom und Toronto. Der Herr hat durch die Worte des Papstes zu ihnen gesprochen. Wir hoffen, dass sie auch am kommenden Weltjugendtag in Köln im Jahr 2005 teilnehmen werden können!“
Am Weltjugendtag im Heiligen Jahr in Rom haben 21 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren aus Laos teilgenommen, die von einem Priester und zwei Schwestern begleitet worden waren. Sie hatten damals gegenüber dem Fidesdienst erklärt: „Es ist ein Geschenk Gottes. Er hat uns verstehen lassen, auf welche Weise die jungen Menschen aus anderen Ländern ihren Glauben leben. Wir leben in einem buddhistischen Umfeld, doch die christliche Religion gibt uns die Hoffnung, dass wir nach unserem Tod Jesus begegnen, der uns lehrt uns füreinander einzusetzen.“ (Fidesdienst, 24/9/2003 – 44 Zeilen, 527 Worte)

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