AMERIKA - Global Peace Index sieht positive Signale in Lateinamerika

Freitag, 3 November 2017 frieden   gerechtigkeit   aussöhnung   kriege  

Crisis group

Bogotá (Fides) - “Obschon die Sicherheit in Lateinamerika weiterhin prekär ist, beginnen wir die ersten positiven Zeichen zu sehen, was den Frieden anbelangt”, heißt es im “Global Peace Index 2017”. Der Index untersucht jedes Jahr die Entwicklung des Friedens in aller Welt und wird vom Institut für Wirtschaft und Frieden (IEP) mit Sitz in News York herausgegeben.
In diesem Jahr wurde die Situation in weltweit 163 Ländern untersucht. In sechs von insgesamt neun untersuchten Weltregionen hat sich die Lage verbessert, darunter auch Südamerika, das an vierter Stelle steht. Unter den acht lateinamerikanischen Ländern, in denen sich die Lage verbessert hat, befindet sich an erster Stelle Chile, gefolgt von Costa Rica, und Uruguay.
Anders sieht die Lage in Kolumbien aus, das zu den am wenigsten sicheren Ländern in Lateinamerika gehört und auf der Weltliste auf Platz 146 steht, hinter Venezuela (143. Platz) und Mexiko (142. Platz).
Dabei erinnert der Bericht daran, dass der Waffenstillstand und der Friedensprozess zwischen der Regierung und der FARC in Kolumbien zur Verbesserung der Lage beigetragen haben, vor allem was die Bekämpfung des Terrorismus und die Zahl der Toten bei internen Konflikten anbelangt. Trotzdem steht das Land auf einem der letzten Plätze in der Weltrangliste, weil es noch viele andere Fronten gibt, wie zum Beispiel die Existenz anderer bewaffneter Gruppen, Drogenhandel und Vermisste. Die Verbesserung der Lage in Kolumbien trug unterdessen auch zur Verbesserung der Situation in den Nachbarländern bei, darunter auch Ecuador.
In Venezuela hat sich die Instabilität infolge die Spannungen zwischen Regierung und Opposition hingegen zugespitzt, wobei eine schwere wirtschaftliche und soziale Krise hinzukommt. Die von der venezolanischen Regierung veranlassten Einschränkungen führen zudem seit Anfang des Jahres zu einem Anstieg der sozialen Gewalt und gewaltsamen Protesten.
Mexiko leidet mit seinen zahlreichen internen Problemen, darunter weit verbreitete Kriminalität unter den direkten Auswirkungen der Präsidentschaft von Donald Trump in den Vereinigten Staaten und deren Beziehungen zu den angrenzenden Staaten.
Für eine Verbesserung der Position auf der Skala des Global Peace Index ist es nicht zuletzt von ausschlaggebender Bedeutung, dass die Politiker der jeweiligen Länder unter anderem die Worte von Papst Franziskus befolgen, der bei seinem jüngsten Besuch in Kolumbien betonte, dass zu den Voraussetzungen für einen stabilen und dauerhaften Frieden vor allem “Schritte in Richtung Gemeinwohl, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Respekt” gehören..
(LG) (Fides 3/11/2017)


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