AMERIKA/MEXIKO - Erdbeben fordert über 200 Todesopfer: Bischöfe bitten um Hilfsbereitschaft

Donnerstag, 21 September 2017 erdbeben   krisengebiete   solidarietät  

agensir.it

Puebla (Fides) – Nach dem verheerenden Erdbeben am 19. September versuchen neben Organisationen der Zivilgesellschaft und Hilfstrupps auch katholische Gemeinden dazu beizutragen, dass rasch ein genaues Bild von den verursachten Schäden entsteht und Betroffenen die notwendige Hilfe erhalten. Bis gestern betrug die Zahl der Toten allein in Puebla 43, insgesamt 163 Kirchen wurden beschädigt und 1.700 Häuser zerstört. Dies teilen die lokalen Behörden nach dem Erdbeben von einer Stärke von 7.1 auf der Richterskala mit, von dem vor allem die Stadt Puebla besonders schwer betroffen ist. In ganz Mexiko wurden bisher 217 Todesopfer gezählt.
Bischof Felipe Pozos Lorenzini von Puebla feierte gestern einen Trauergottesdienst für 12 Opfer in der Gemeinde Atzala. In dieser Gemeinde, rund 170 Kilometer südlich von Mexikostadt wird man sich insbesondere an die erst zwei Monate alte Arizbeth Escamilla erinnern, die beim Einsturz des Dachs der Kirche "Santiago Apostol“ starb, in der sie getauft werden sollte. Das Dach der Kirche aus dem 17. Jahrhundert stürzte bei den ersten Erdstößen nach wenigen Sekunden ein. Unter den Überlebenden befindet sich der Gemeindepfarrer.
Bei der gestrigen Generalaudienz auf dem Petersplatz erinnerte Papst Franziskus mit folgenden Worten an die Opfer des Erdbebens in Mexiko: “„In diesem Augenblick der Trauer will ich meine Nähe und mein Gebet für das geliebte mexikanische Volk bekunden“, so der Papst in seinen Grüßen an die spanischsprachigen Pilger. „Beten wir alle gemeinsam zu Gott, damit er jene aufnimmt, die ihr Leben verloren haben und jene tröste, die ihre Geliebten oder ihr Zuhause verloren haben.“
Erst vor zwölf Tagen hatte ein Erdbeben der Stärke 8.2, bei dem 98 Menschen starben, das Land erschüttert. Diesmal lag das Epizentrum rund 12 km südöstlich von Axochiapan im Staat Morelos, rund 160 Kilometer von der mexikanischen Hauptstadt entfernt. Ebenfalls am 19. September waren im Jahr 1985 beim schlimmsten Erdbeben in der Geschichte des Landes nach offiziellen Angaben 3.200 Menschen gestorben.
Der Sekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, Prälat Alfonso G. Miranda Guardiola, bittet in einer offiziellen Verlautbarung “das Volk Gottes”, den “Brüdern und Schwestern, die die unter den verschiedenen Naturkatastrophen leiden, die unser Land heimgesucht haben“ zu helfen. Bereits nach dem Erdbeben vom vergangenen 7. September hatte die Bischofskonferenz zusammen mit dem Caritasverband insbesondere in den Staaten Oaxaca und Chiapas.
(CE) (Fides, 21/09/2017)


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