ASIEN/SYRIEN - Mitglied der Sutoro-Brigade stirbt bei Schießerei in Qamishli

Freitag, 1 September 2017 ostkirchen   paramilitärische gruppen   sektierertum   geopolitik   kurden  

Hassakè (Fides) – Bei einer Schießerei zwischen Milizionären in der Qamishli im Nordosten Syriens starb am gestrigen 31. August ein Mitglied der so genannten Selbstschutz-Gruppe “Sutoro”, die oft auch als christliche Milizen bezeichnet werden. Der junge Milizionär wurde von einem Altersgenossen aus einer kurdischen Miliz getötet. Dies bestätigt Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassake-Nisibi, der berichtet, dass es um einen persönlichen Streit ging und sich die Lage in der Stadt, in der es Stellungen verschiedener Milizen gibt, wieder beruhigt hatte. “Noch vor einigen Monaten” so der syrisch-katholische Erzbischof, “waren die kurdischen Milizen von separatistischen Bestrebungen beseelt, die sich jedoch beruhigt haben, nachdem hochrangige russische Militärs in die Region kamen und mit den Anführern der Milizen sprachen und ihnen vermittelten, dass es keine Zersplitterung des Territoriums und eine unabhängige kurdische Region geben werde. Man sie sich darüber auch mit Amerika einig und auch Vertreter der türkischen PKK lehnten eine Zersplitterung Syriens. Nun fühlen sich die kurdischen Gruppen von denjenigen verraten, die sie früher unterstützt hatten”
Im vergangenen Juli hatten Anhänger und aktiv Mitwirkende der Milizen der Demokratischen Partei Kurdistans , der syrische Ableger des PKK angefangen, ihr seit Jahren gehegtes Ziel in Angriff zu nehmen, d.h. eine autonome kurdische Region in der syrischen Region Jazira zu verwirklichen, die in den kurdischen Media bereits mit dem Namen Rojava angegeben wird. In der Provinz von Hassaké, im Nordosten von Syrien, hat die selbsternannte autonome Verwaltung von Rojava begonnen, ein lokales Steuersystem einzuführen für die Subvention der öffentlichen Dienste in der Region.
(GV) (Fides 1/9/2017).


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