AMERIKA/PARAGUAY - Bischof von Caacupé: “Die Verantwortung liegt vor allem auch beim Staat”

Dienstag, 4 April 2017

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Caacupé (Fides) – Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst in der Basilika von Caacupé äußerte sich Bischof Claudio Giménez Medina von Caacupé zu den jüngsten Ereignissen im Land: “Es gibt viele, die im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen Schuld tragen vor allem auch in den Reihen derer, die das Land regieren und die Macht innehaben: Exekutive, Legislative und Justiz". "Meiner Meinung nach”, so der Bischof, “sollten diese das Volk auf dem rechten Weg leiten. Daran besteht kein Zweifel. Aber auch die Parteien tragen Verantwortung, vor allem diejenigen, die eine Verfassungsänderung durchsetzen wollen. Die Vorsitzenden dieser Parteien, die nicht in der Lage sind, sich der Sorgen der Bürger anzunehmen und auch die Stimme der katholischen Kirche nicht hören, die immer wieder betont, dass die Gesetze respektiert werden sollten. Das unbedingte Machtstreben und unverantwortliches Handeln haben gesiegt".
"Ich betone”, so der Bischof abschließend, “dass die drei Gewalten unseres Landes für die Entwicklung verantwortlich sind und man sollte vermeiden, die Verantwortung bei anderen zu suchen. Die Verantwortung liegt vor allem auch beim Staat, daran besteht kein Zweifel“.
Unterdessen bleibt die Lage im Land angespannt: der Innenminister und der Polizeichef wurden abgesetzt, nachdem vier Polizisten festgenommen wurden, die bei der Demonstration gegen den „parlamentarischen Staatsstreich“ einen 25jährigen jungen Mann getötet haben sollen. Das Parlament verabschiedete vor wenigen Tagen eine Verfassungsänderung, die einer Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Horacio Cartes den Weg ebnet (vgl. Fides 29/03/2017).
(CE) (Fides, 04/04/2017)


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