ASIEN/INDIEN - Laienverband beklagt “Arithmetik des Hasses” über angebliches Wachstum religiöser Minderheiten

Dienstag, 28 Februar 2017 religiöse minderheiten   religionsfreiheit   hinduismus   zivilgesellschaft   menschenrechte   diskriminierung   dalit  

Hyderabad (Fides) – Die “Arithmetik des Hasses”, die religiöse Minderheiten anklagt und die indische Gesellschaft polarisiert, müsse gestoppt werden: dies fordert der katholische Laienverband "All India Catholic Union" (AICU).
In einer Verlautbarung betont der AICU-Voristzende, Lancy D. Cunha: "Die Bharatiya Janata Party (Bjp) und Organisationen wie Sangh Parivar verbreiten eine ‘Arithmetik des Hasses’, dort wo Wahlen auf kommunaler und nationaler Ebene stattfinden und warnen vor einem Wachstum der religiösen Minderheiten in Indien".
"Der indische Innenminister Karen Rijjiju macht Anspielungen auf die christliche Bevölkerung in seinem Kerhkunftsstaat Arunachal Pradesh und verbreitet Gerüchte religiöse Minderheiten“, so Cunha weiter.
Diese Hassreden führten zu Gewalt gegen Minderheiten wie Christen oder Muslime, weshalb AICU den indischen Premierminister bittet, seine Versprechen einzuhalten und die Sicherheit aller indischen Bürger zu garantieren.
Die Leitung des AICU fordert insbesondere auch die Garantie konstitutioneller Rechte für christliche Dalit, die auf der Grundlage eines Präsidentenbeschlusses aus dem Jahr 1950 noch heute diskriminiert werden: rund 200 Millionen Dalit sollen künftig Anspruch auf Bildung und Beschäftigung haben.
Der 1919 gegründete Laienverband AICU feiert 2019 sein 100jähriges Bestehen. Heute hat der Verband Niederlassungen in 171 indischen Diözesen.
(PA-SD) (Fides 28/2/2017)



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