AFRIKA/SÜDSUDAN - General tritt zurück: “Armee ist heute ein Instrument der ethnischen Säuberung”

Dienstag, 14 Februar 2017 massaker  

Juba (Fides)- Ein hochrangiger Vertreter der Sudan People’s Liberation Army (SPLA) trat zurück aus Protest gegen das Vorgehen von Präsident Salva Kiir zurück, der seiner Meinung nach die ethnischen Konflikte im Südsudan begünstigt.
Der stellvertretende Befehlshaber der Logistikeinheit des Oberkommandos der SPLA, General Thomas Cirillo Swaka, legte in seinem Rücktrittsgesuch dar, dass Präsident Kiir und der Oberbefehlshaber Paul Malong die Gewalt absichtlich die Verstöße gegen die Friedensvereinbarungen vom August 2015 organisierten, indem sie im Juli 2016, Ausschreitungen in der Hauptstadt Juba schürten, die dazu führten, das der stellvertretende Präsident Riek Machar aus der Stadt vertrieben wurde (vgl. Fides 12/7/2016).
Cirillo ist auch der Ansicht, dass Präsident Kiir und die Anführer der ihm getreuen Dinka die SPLA in eine Stammesarmee verwandelt haben, die absichtlich alle Gruppen und Stämme angreife, bei denen es sich nicht um Dinka handelt. Womit eine ethnische Säuberung in ganzen Landesteilen angestrebt wird.
(L.M.) (Fides 14/2/2017)


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