AFRIKA/D. R. KONGO - Bischof von Luiza prangert “unvorstellbare” Gewalt gegen Zivilisten an

Montag, 13 Februar 2017 gewalt   bewaffnete gruppen   bischöfe  

Kinshasa (Fides)- “Es wurden unvorstellbare Gewalt und Gräueltaten gegen einfache Bürger verhübt”, so Bischof Félicien Mwanama Galumbulula von Luiza in der Provinz Kasai in der Demokratischen Republik Kongo, wo seit Tagen Soldanten der staatlichen Armee gegen Milizionäre des verstorbenen Stammeshäuptlings Kamwina Nsapu kämpfen.
“Bei den Ausschreitungen zwischen Milizen und Armee soll es vor allem in Ngwema und Mubinza es Tote und Verletzte gegeben haben, wie man mir berichtet”, so Bischof Galumbulula, der seinen Besuch in Europa abbrach, wo er mit einer Delegation der Bischofskonferenz unterwegs war, um in seine Diözese zurückzukehren. “Eine genaue Bilanz gibt es momentan noch nicht. Doch es wurde außerordentliche Gewalt und unvorstellbare Gräueltaten gegen einfache Bürger verübt. Die Menschen haben große Angst, weshalb zur Zeit nicht einmal die Toten beigesetzt werden”.
“Die Pfarreien Mubinza, Ngwema, Lubi, Kamponde, Mikele sind erschüttert”, so der Bischof weiter, “die Menschen mussten zum Teil fliehen und die Gemeinden wurden geplündert”. Am meisten sind die Gemeinden Ngwema und Mubinza betroffen, deren Gemeindepfarrer “Tag und Nacht zu Fuß unterwegs waren, um in einer anderen Region Zuflucht zu suchen”.
Am 11. Februar äußerten sich die Vereinten Nationen “beunruhigt” im Hinblick auf die Unruhen in Kasai, bei denen nach Angaben der UN in den vergangenen Tagen mindestes 50 Menschen allein in der Provinz Tshimbulu ums Leben kamen.
(L.M.) (Fides 13/2/2017)


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