AFRIKA/SUDAN - Proteste gegen Preisanstieg und staatliche Sparmaßnahmen

Donnerstag, 24 November 2016

Kassala (Fides) – In Omdurman, Wad Madani, Port Sudan und Kassala kommt es zu Protesten gegen den Preisanstieg und staatliche Sparmaßnahmen. In Omdurman trugen die Demonstranten dabei Spruchbänder, auf denen sie die Streichung der Sparmaßnahmen und die Liberalisierung des Dollar-Wechselkurses sowie die Wiedereinführung von Zuschüssen beim Kauf von Medikamenten forderten. Wie Radio Dabanga berichtet, organisierte eine Frauenbewegung ein Sit-in in Port Sudan und Kassala zum Protest gegen den Anstieg der Arzneimittelpreise. Dies taten auch andere Frauenbewegungen in Khartum. “Wir werden so lange protestieren, bis die Behörden des Landes ihre Sparmaßnahmen widerrufen”, so die Teilnehmerinnen der Protestkundgebungen. Unterdessen eröffneten sudanesische Auswandere ein Spendenkonto auf den Namen „Karitative Apotheke“, das die Verteilung von Medikamenten an Hilfsbedürftige in der Heimat finanzieren soll.
Über 400 Apotheken in Khartum blieben aus Protest gegen den Preisanstieg bei Medikamenten geschlossen. Am 3. November hatte das Finanzministerium die Liberalisierung der Preise auch für Treibstoff angekündigt. Wie Wirtschaftsexperten berichten, leben rund 65-70 % der Sudanesen unterhalb der Armutsgrenze.
(AP) (Fides 24/11/2016)


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