AFRIKA/SÜDAFRIKA - “Katholiken müssen aktiv gegen Gewalt und Verbrechen vorgehen”

Montag, 10 Oktober 2016 kriminalität  

Johannesburg (Fides) - “Die jüngsten Statistiken zur Kriminalität in Südafrika zeigen eine alarmierende Tendenz zum Anstieg von gewaltsamen Verbrechen, weshalb wir als Christen berufen sind, aktiv an Initiativen zur Bekämpfung von Gewalt und Verbrechen in unseren Gemeinden teilzunehmen“, so Pfarrer Peter-John Pearson vom Catholic Parliamentary Liaison Office (CPLO) der Southern Africa Catholic Bishops' Conference.
Wie aus den von der südafrikanischen Polizei veröffentlichten Daten hervorgeht, sind zwischen April 2015 und März 2016 bei drei der vier Kriminalitätskategorien die Zahlen rückläufig, während Gewaltverbrechen zunehmen: darunter Mord und versuchter Mord, bewaffnete Überfälle, sexuelle Gewalt und Raubüberfälle.
P. Pearson nennt konkrete Beispiele der Beteiligung von Gläubigen an der Bekämpfung von Gewalt: die Teilnahme an Anti-Kriminalitäts-Foren, die Beteiligung an Wachdiensten der neighbourhood watch oder das Mitwirken an nationalen „Crime Stop“ Kampagnen.
“Werdet nicht zu Komplizen der Kriminellen, indem ihr illegale Waren kauft”, so der katholische Geistliche weiter, „Oft werden Menschen verletzt oder getötet beim Transport dieser Produkte von der Grenze bis zu euch“.
Besonders allarmierend sind nach Ansicht von Pfarrer Pearson die Aktionen krimineller Organisationen, weshalb er auch eine Stärkung der Sicherheitsdienste fordert „um die Verantwortlichen zu identifizieren”.
Abschließend regt der Priester an, dass sexuelle Gewalt als gesonderte Kategorie in künftigen Berichten zur Kriminalität aufgelistet werden soll. Obschon die Statistiken von einem Rückgang der Vergewaltigungen sprechen, müsse berücksichtigt werden, dass nur 46% der Opfer Anzeige erstatten.
(L.M.) (Fides 10/10/2016)


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