AMERIKA/ARGENTINIEN - Indianerstämme bitten Bischof um Unterstützung

Dienstag, 13 September 2016 eingeborene   krisengebiete   hunger   ortskirchen  

Aguaray (Fides) – Die eingeborenen Völker im äußersten Norden Argentiniens an der Grenze zu Bolivien und Paraguay beten Bischof Gustavo Óscar Zanchetta von Oran darum ihre Anliegen bei Regierungsvertretern auf regionaler und nationaler Ebene vorzutragen. In den nordargentinischen Bezirken Aguaray und Coronel Cornejo leben Indianer des Chanes- und Guarani-Volkes.
"Wenn die Presse über tragische Ereignisse berichtet, wie zum Beispiel den Hungertod zweier kleiner Geschwister aus der Gemeinschaft der Wichis, dann lädt uns der Minister für indigene Völker nach Tartagal ein“, so ein Vertreter der Indianer-Völker. „Doch wir sind solcher Einladungen müde, denn es ist immer dasselbe: wir werden eingeladen, man spricht miteinander, doch es gibt trotzdem nie eine Lösung“.
"Es gibt viele Kinder eingeborener Völker, die sterben. Es sind nicht nur zwei Geschwister, über die die Presse berichtet. Es gibt auch viele Kinder und Erwachsene, die sterben, weil es keine Medikamente gibt”, so Miguel Angel Humberto vom Stamm der Iquira, “Wenn jemand kommen und unsere Gemeinden besuchen würde, dann würde er sehen, dass über die Hälfte der Kinder untergewichtig sind, weil es hier nichts zu Essen gibt. Deshalb bitten wir die Behörden um die Bereitstellung von Essenstafeln, denn die Verteilung von ‚Lebensmittelkarten’ ist nicht ausreichend, damit wir täglich etwas zu Essen haben".
"Der Beschluss, unseren Bischof Zanchetta um Unterstützung bei der Suche nach Lösungen zu bitten, wurde von Vertretern verschiedener Gemeinschaften getroffen, denn wir sehen keinen anderen Weg, um uns Gehör zu verschaffen”, so der Sprecher der Stammesvertreter.
(CE) (Fides, 13/09/2016)


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