VATIKAN - Kardinal Filoni im Apostolischen Vikariat Guapi: “Es muss unter euch ein Missionsbewusstsein entstehen”

Dienstag, 24 Mai 2016

Guapi (Fides) – “Nach vielen Jahren des Leids, das durch die Übel der Gewalt und der Korruption verursacht wurden, ist nun der richtige Moment, um alle Übel auszurotten und sich gegenseitig zu verzeihen, indem wir eine Kultur des Friedens aufbauen und uns untereinander um persönliche, familiäre und gemeinschaftliche Dynamiken der Aussöhnung bemühen“, so Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in seiner Ansprache an die Gläubigen im Apostolischen Vikar Guapi an der kolumbianischen Pazifikküste, das er am gestrigen 23. Mai besuchte.
Vor dem Gottesdienst in der Kathedrale von der Unbefleckten Empfängnis begegnete der Kardinal Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Gruppen des Apostolats im Hörsaal des Kollegs “San Josè”, mit denen er sich mit der pastoralen Realität des Vikariats und den Herausforderungen befasste, mit denen es sich konfrontiert sieht, darunter das Bemühen um Frieden und Beendigung des bewaffneten Konflikts und das Engagement für soziale Gerechtigkeit, Entwicklung und Armutsbekämpfung. Im Anschluss traf sich der Kardinalpräfekt mit zivilen und militärischen Autoritäten und Vertretern der staatlichen Organismen.
In seiner Predigt bezeichnete der Präfekt des Missionsdikasteriums das Apostolische Vikariat Guapi als “eine sich im Wachstum befindende Kirche”, die die notwendigen Strukturen schaffen müsse, wobei man sich auch um einen einheimischen Klerus bemühen müsse, weshalb er um die “Zusammenarbeit aller in allen Bereichen, auch auf der wirtschaftlichen und materiellen Ebene” bat. “Es muss unter euch ein starkes Missionsbewusstsein als Ortskirche entstehen. Auch wo Armut herrscht, kann man den Erfordernisse des Evangeliums und der Kirche entsprechen“, so der Kardinal. Guapi sei eine junge Glaubensgemeinschaft, weshalb vor allem eine Familienpastoral stattfinden müssen, “die junge Menschen zu einem konsequenten christlichen Leben nach den Prinzipien des Evangeliums hinführt”, damit diese wiederum christliche Familien gründeten, die auf dem Sakrament der Ehe gründen.
“Das Wort Gottes muss, damit es sich in unserem Leben verwirklichen kann, nachdem es gehört und meditiert wurde, jeden Tag und überall gelebt werden”, do der Kardinal weiter, „Wenn es in uns einen Raum findet, dann verhindert es, dass wir ein Leben führen, das einem christlichen Leben widerspricht, das zu Alkohol- und Drogenkonsum, Glücksspiel und Konsumdenken tendiert”. Abschließend bat der Kardinal alle Pastoralarbeiter, Priester, Ordensleute um Katecheten um ein besonderes Augenmerk für Arme und Kranke. (SL) (Fides 24/05/2016)




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