AMERIKA/CHILE - Landkonflikt der Mapuche: Bischof Vargas bezeichnet Brandanschläge als “unerklärlich”

Freitag, 22 April 2016 bischöfe   krisengebiete   gewalt   evangelisierung  

Temuco (Fides) – Bischof Hector Eduardo Vargas Bastidas, S.D.B., von Temuco, versucht die Hintergründe der jüngsten Brandanschläge auf katholische Kappellen in Chile im Zusammenahng mit dem Landkonflikt der Mapuche zu verstehen (vgl. Fides 19/12/2015; 9/03/2016; 5/04/2016; 13/04/2016) und hält die Anschläge für „unerklärlich“.
In ganz Chile leben über eine Million Mitglieder des Mapuche-Stammes und in der Diözese Temuco gibt es zahlreiche Priester, Diakone, Ordensleute und Katechisten, die von den Mapuche-Indianern abstammen.
"Das Hauptproblem sind die vielen Probleme, unter denen die Mapuche seit langem leiden”, so der Bischof, “und der hinauszögernden Haltung des Staates, die seit über einem Jahrhundert anhält“.
"Es ist kaum nachvollziehbar, warum nun Kapellen in Brand gesteckt werden, vor allem wenn in diesen Kapellen in Dienst der Mapuche standen, nicht nur unter religiösen Gesuchtspunkten, sondern auch zur Förderung der Kultur und der menschlichen Entwicklung und insbesondere zum Schutz ihrer eigenen Kultur”, so der Bischof von Temuco.
(CE) (Fides, 22/04/2016)


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