ASIEN/IRAK - Der schiitische Geistliche Muqtada al-Sadr fordert Rückgabe beschlagnahmter Häuser an Christen

Freitag, 8 Januar 2016 politik   verfolgung  

Bagdad (Fides) – Die chaldäische Politikerin Pascale Warda, ehemalige Immigrationsministerin der ersten Übergangsregierung nach dem Sturz des Regimes Saddam Husseins, begrüßte die Stellungnahme des schiitischen Geistlichen Muqtada al-Sadr, der vor kurzem dir Rückgabe von illegal beschlagnahmten Wohnungen und Immobilien christlicher Familien in Bagdad, Kirkuk und anderen irakischen Städten forderte. Wie irakische Medien, darunter das Nachrichtenportal ankawa.com berichten forderte Pascale Warda alle irakischen Bürger auf, die Wiederherstellung der Rechte christlicher Besitzer, wie Muqtada al-Sadr sie fordert zu unterstützen.
Das Phänomen der illegalen Enteignung von Wohnungen von Christen konnte insbesondere auch durch die Zustimmung von korrupten Beamten stattfinden, die mit Betrügern zusammenarbeiten (vgl. Fides 23/7/2015). Zu der Enteignung kam es insbesondere nach der Massenflucht von Christen aus dem Irak nach den US-amerikanischen Luftangriffen gegen das Regime Saddam Hussein. Parlamentarier und christliche Vereine appellieren seit langem an die lokalen Behörden mit der Bitte um die Bekämpfung des Phänomens.
Der schiitische Geistliche Muqtada al-Sadr ist Frontmann der nach ihm benannten politischen Bewegung, in der sich mindestens 30 irakische Abgeordnete zusammenschließen. Er gründete die so genannte Mahdi- Armee eine Miliz, die 2008 aufgelöst wurde und entstanden war, um die ausländischen Kräfte im Irak nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein zu bekämpfen. (GV) (Fides 8/1/2016. )


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