ASIEN/HEILIGES LAND - Syrisch-orthodoxe Kirche bezeichnet Festnahme des Metropoliten als “demütigend”

Mittwoch, 6 April 2016 gerechtigkeit  

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Bethlehem (Fides) – Die syrisch-orthodoxe Kirche bezeichnet die Festnahme des Metropoliten Swerios Malki Murad durch die palästinensische Polizei (vgl. 4/04/2016) als “demütigend”. Die vorübergehende Festnahme am vergangenen 2. Aprile, sei eine “Demütigung für alle syrisch-orthodoxen Gläubigen”, heißt es in einer Verlautbarung des Generalsekretariats des Heiligen Synods der syrisch-orthodoxen Kirche, dessen Mitglieder im Kloster am 4. und 5. April im Kloster Mor Jacob Baradaeus in Atchaneh (Libanon) zusammen gekommen waren.
Der Patriarchat, heißt es in der Verlautbarung sei “sehr bestürzt” über die Art und Weise der Festnahme des Bischofs. Sein Bedauern über die Festnahme äußerte unterdessen auch der palästinensische griechisch-orthodoxe Bischof Atallah Hanna, dessen Ansicht nach der Umgang mit dem syrisch-orthodoxen Metropoliten “erniedrigend, ungerechtfertigt und inakzeptabel” war.
Die palästinensische Polizei hatte den Fahrzeugkonvoi des syrisch-orthodoxen Metropoliten Swerios Malki Murad am Abend des 2. April auf dem Rückweg nach Jerusalem angehalten und den hochrangigen Kirchenvertreter festgenommen, der gegen Kaution nach einer kurzen Befragung wieder freigelassen wurde. Die palästinensischen Behörden äußerten sich bisher nicht zu dem Vorfall.
(GV) (Fides 6/4/2016)


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