AMERIKA/BOLIVIEN - Bischöfe beklagen im Vorfeld der Vollversammlung Auswirkungen des Drogenhandels

Mittwoch, 6 April 2016 demokratie   drogenhandel   bischöfe   bischofskonferenzen  

Cochabamba (Fides) – Am morgigen 7. April kommen die bolivianischen Bischöfe zu ihrer Vollversammlung in Cochabamba zusammen. Bereits gestern begannen die bischöflichen Kommissionen ihre Arbeit und heute tagt der Veranstaltungsausschuss, der die Tagesordnung der 101. Vollversammlung der Bolivianischen Bischofskonferenz festlegt.
Mit großer Wahrscheinlichkeit werden sich die Bischöfe auch mit den verheerenden Auswirkungen des Drogenhandels befassen, die die Bischöfe bereits in einem Hirtenbrief in der vergangenen Woche dargelegt hatten, was zu Spannungen mit dem Staatsoberhaupt führte.
„Ich glaube nicht, dass wir uns auf ein Ultimatum einlassen müssen, denn wir leben in einer Demokratie”, so der Sprecher der CEB Erwin Bazan zur Forderung des Präsidenten Evo Morales, die Namen der angeblich mit der Regierung in Verbindung stehenden Drogenbosse zu nennen. Man werde sich unter den Bischöfen auf eine gemeinsame Antwort einigen.
"Wir dürfen die Perspektive des Dokuments nicht übersehen: Es handelt sich um einen Hirtenbrief mit rein pastoralen Inhalten und bringt die Sorge der Bischöfe um die Bevölkerung zum Ausdruck“, so der Sprecher der Bischofskonferenz weiter, „vielmehr sollte Raum für den Dialog geschaffen werden, damit eine Lösung für dieses Problem gefunden wird, das enorme Schäden unter der Bevölkerung verursacht”.
(CE) (Fides, 06/04/2016)


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