AFRIKA/SÜDSUDAN - Vereinte Nationen fordern rasche Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit

Donnerstag, 3 März 2016 frieden  

Juba (Fides) – Die Führungskräfte des Südsudan sollen das Friedensabkommen vom August 2015 ohne weitere Verzögerungen umsetzen. Dies betont der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, im Rahmen eines kurzen Besuchs in dem afrikanischen Land. Der UN-Generalsekretär fordert die beteiligten Parteien vor allem zur Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit auf, die auf der Grundlage der Friedensverträge bereits Ende Januar gebildet werden sollte. Bisher verhinderte die Tatsache, dass der Riek Machar sich bisher nicht in Juba aufhält eine solche Eregierungsbildung.
Die Vereinten Nationen wollen 21 Millionen Dollar als Hilfe für den Schutz der Zivilbevölkerung und den Umsetzung des Friedensabkommens zur Verfügung stellen.
Bei dem im Dezember 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieg starben mindestens 50.000 Menschen:“50.000 Tote, vielleicht sogar Mehr, 2,2 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene und eine in wenigen Monaten drohende Hungersnot im Land”, beklagt ein UN-Mitarbeiter, der die Umsetzung des Friedensplanes für unwahrscheinlich hält: “Wie müssen feststellen, dass sich die Gewalt auf ethnischer Basis in verschiedenen Teilen des Südsudan verbreitet, in der dies bisher nicht der Fall war”.
Unterdessen dokumentiert eine Untersuchung der Nuer und Shilluk, dass bei Ausschreitungen zwischen jungen Dinka und Shilluk im UN-Flüchtlingscamp in Malakal (vgl.Fides 19/2/2016) über 40 Menschen starben weitere 90 verletzt wurden. Die Untersuchung macht bewaffnete Regierungssoldaten verantwortlich, die in das Camp eindrangen um die Dinka zu unterstützen, und dabei Shilluk und Nuer angriffen.
(L.M.) (Fides 3/3/2016)


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