ASIEN/PHILIPPINEN - Gewalt gegen indigene Völker: Bischöfe fordern ernsthafte Ermittlungen

Donnerstag, 21 Januar 2016 eingeborene  

Davao (Fides) – Nach dem Mord an dem 15jährigen Alibando Tingkas auf der Insel Mindanao am vergangenen 17. Januar fordert die bischöfliche "Kommission für indigene Völker" rasche und ernsthafte Ermittlungen. Das Opfer aus dem Stamm der “Manobo” wurde in der Provinz Nord-Davao. Für die Anliegen des Manobo-Volkes setzte sich auch der italienische Missionar Fausto Tentorio vom Päpstlichen Institut für die Außenmissionen ein, dessen Mord bis heute nicht aufgeklärt wurde.
Wie die philippinische Menschenrechtsorganisation “Karapatan” wurden seit 2010 insgesamt 28 Minderjährige, davon 12 aus indigenen Völkern ermordet, seit die Regierung ihre militärischen Operationen gegen angebliche kommunistische Zellen verstärkte. Seit Amtsantritt der Regierung unter Benigno Aquino wurden insgesamt 140 Angehörige indigener Völker ermordet.
“Wir sind entsetzt über die jüngste Entwicklung, so P. Carlos Ronquillo vom “Community Learning Center”, das seit 2013 in der Provinz Davao für die Rechte der indigenen Völker und deren Berufsausbildung eintritt, „vor allem weil es sich bei dem Opfer um einen unserer Schüler handelt. Man will den Prozess der Bildung und Emanzipierung indigener Völker beeinträchtigen”. (PA) (Fides 21/1/2016)


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