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Asia

2003-09-02

ASIEN/INDIEN - FIDESDIENST FÖRDERT HILFE FÜR STRASSENKINDER

„Kein Kind entscheidet sich nicht aus freiem Willen für die Straße“, sagt Pater Placido Fonseca SJ, der in Bombay ein Heim für Waisen und Straßenkinder leitet, im Gespräch mit dem Fidesdienst. Trotzdem leben heute auf der ganzen Welt über 100 Millionen Kinder auf der Straße und das Phänomen betrifft alle Kontinente: Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa.
Kinder enden infolge von Armut, familiären Problemen (weil sie verstoßen werden oder vor sexuellem Missbrauch oder Alkoholismus fliehen) auf der Straße oder weil sie körperlich oder geistig behindert sind. Sie kämpfen jeden Tag um das eigene Überleben indem sie betteln oder Schuhe putzen. Oft leben sie in Gruppen in Abwasserkanälen und nicht selten sehen sich diese Kinder zur Prostitution oder zum Diebstahl gezwungen. Viele werden drogenabhängig, was oft körperliche Schäden mit sich bringt, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können oder zum Tod führt. Deshalb ist für viele das Schicksal meist unausweichlich: Kriminalität, Haftanstalt, Prostitution, Sklaventum und Tod.
Die Not der Straßenkinder berührt uns zutiefst. Einfache Lösungen für dieses Phänomen gibt es nicht: sie finden sich weder in der Geburtenkontrolle noch die Unterdrückung dieser Kinder in vielen Städten auf der ganzen Welt. Viele kirchliche Einrichtungen versuchen diese Kinder aufzunehmen, ihnen zu helfen, diesen Kindern die eigene Kindheit zurückzugeben, die das Leben ihnen genommen hat und sie in Familien unterzubringen, in denen sie sich wieder geborgen fühlen können. Doch man muss das Problem von den Wurzeln her angehen: die einzelnen Staaten sollten sozial- und arbeitspolitische Maßnahmen ergreifen, die den Familien die notwendigen Mittel für den Unterhalt, die Erziehung und die Gewährleistung einer sicheren Zukunft für ihre Kinder zur Verfügung stellen.
Damit das Problem nicht in Vergessenheit gerät widmet der Fidesdienst dem Phänomen eine neue Rubrik auf der Homepage www.fides.org zum Thema Straßenkinder. Diese Rubrik möchten wir mit Erfahrungsberichten, Daten und Beiträgen bereichern, die dem Schutz und der Förderung der Gesundheit, der Achtung und der Würde dieser Geschöpfe Gottes dienen. Deshalb bitten wir alle unsere Leser um die Zusendung von Veröffentlichungen und Dokumenten, die zur Gestaltung der neuen Rubrik auf unserer Website beitragen können. (Fidesdienst, 2/9/2003 – 29 Zeilen, 342 Worte)

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