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2014-05-15

ASIEN/VIETNAM - Bürgerbewegungen und Katholiken fordern Gewaltlosigkeit bei Protesten gegen China

Hanoi (Fides) – Nach den jüngsten schweren Unruhen und Episoden der Massengewalt in Fabriken chinesischer Eigentümer in Vietnam, fordern Bürgerbewegungen und katholische Organisationen zu Gewaltlosigkeit und friedlichen Protesten auf. Ursache der Proteste sind die Spannungen zwischen den beiden Staaten im Hinblick auf die Parcels-Inseln im Südchinesischen Meer, wo China erneut eine Bohrinsel errichten ließ, was Vietnam als Provokation betrachtet.
Die Organisation “Vietnam Path Movement”, in der sich Menschenrechtskämpfer verschiedener Religionen, darunter auch Christen, zusammenschließen, fordert nun zur Mäßigung und Gewaltlosigkeit auf. Gleichsam fordert die Bewegung von der Regierung Lösungen und bittet Arbeiter, Bürger und Studenten des Landes um gewaltlose und friedliche Proteste. “Friedliche Protestkundgebungen sind ein Grundrecht. Dies gilt nicht für illegale Handlungen, die das Eigentum anderer beschädigen oder gegen die Rechte anderer oder die Gesetze des Landes verstoßen“, heißt es in einer Verlautbarung der Organisation, „die die Bürger auffordert, Ruhe zu bewahren. Streiks, zu denen die Arbeiter in chinesischen Fabriken im Süden aufriefen sind legitim, Zerstörung und Plünderung sind dies nicht.
Diese Handlungen, heißt es in dem Text, schüren Gewalt gegen alle chinesischen, taiwanesischen, koreanischen und japanischen Fabriken in der Region und stören das friedliche Zusammenleben. Die betroffenen Unternehmer haben nichts mit den aktuellen Spannungen zwischen Vietnam und China zu tun. Proteste, bei denen es zu Gewalt kommt, heißt es in dem Text weiter, lassen ein negatives Bild von Vietnam entstehen.
Der vietnamesische Pfarrer Peter aus der Diözese Hue betont gegenüber dem Fidesdienst: “Als Katholiken treten wir für unser Land ein. Auch die Bischöfe bitten um das Gebet und um das Engagement zum Wohl des Landes. Wir halten die Proteste für richtig, doch sie sollten stets gewaltfrei stattfinden und eine friedliche Lösung zum Ziel haben”. (PA) (Fides 15/5/2014)

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