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2014-03-31

ASIEN/KAMBODSCHA - Fast die Hälfte der Kinder leben in extremer Armut

Phnom Penh (Fides) – Trotz eines beachtlichen Wirtschaftswachstums haben in Kambodscha immer noch Millionen Kinder keinen Zugang zum Gesundheitswesen, zu Bildung und Wohnung. Rund 40% der Minderjährigen leben in extremer Armut. Wahrscheinlich ist der Anteil sogar noch größer, weil viele Kinder nicht bei den zuständigen Stellen gemeldet werden und damit “unsichtbar” bleiben. Die meisten dieser Kinder leben in ländlichen Gebieten, doch auch in den Städten nimmt die Armut zu.
Lange Zeit war Kambodscha auch Ziel des so genannten “Sextourismus”, weshalb auch sexueller Missbrauch von Kindern und Kinderprostitution weit verbreitet waren. Dies scheint sich nach offiziellen Angaben geändert zu haben, nachdem Strukturen zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Kindern geschaffen wurden.
Dafür setzten sich zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, darunter auch Protect ein, die in zahlreichen Fällen Anzeige erstatteten und dafür sorgten, dass Verantwortliche festgenommen wurden. Bis 2003 blieb Pädophilie unbestraft. Eine weitere Organisation, die sich für den Schutz der Rechte von Kindern einsetzt ist Friends, die auch in anderen südostasiatischen Ländern, wie zum Beispiel Laos und Thailand aktiv ist. In den vergangenen 20 Jahren half die Organisation Tausenden Straßenkindern in Phnom Penh. Neben der Rehalbilitation der Opfer von Prostitution, konzentriert sich die Tätigkeit der Organisation heute vor allem auf Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt werden. Täglich betreuen Mitarbeiter von Friends rund 1.800 Kinder und Jugendliche in 4 Einrichtungen. In einem Restaurant der Organisation wurden bis heute rund 1.500 ehemalige Straßenkinder ausgebildet. (AP) (Fides 31/3/2014)

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