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2014-02-21

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Bischöfe beklagen “unsägliche Gewalt” in Katanga

Kinshasa (Fides) - “Wir sagen klar und deutlich, dass unsere Bürger kein Kanonenfutter sein dürfen”, so die Bischöfe der Provinz Katanga (im Süden der Demokratischen Republik Kongo) in einem Kommentar zur Lage in der Provinz, in der insbesondere die bewaffnete Gruppe “Bakata-Katanga” ihr Unwesen treibt.
In einem gemeinsamen Hirtenbrief, der am Rande der Versammlung der Kirchenprovinz Lubumbashi veröffentlicht wurde, erinnern die Bischöfe daran, dass “seit der Flucht von Kyungu Mutanda (auch Gédéon genannt) aus der Haft im September 2011… verschiedene Teile der Provinz Katanga in einen Kreislauf der Unsicherheit und Gewalt zurückgekehrt sind, der den Tod vieler Zivilisten mit sich bringt und andere zur Flucht zwingt. Die Forderung nach Unabhängigkeit des Katanga, die der Name ‘Bakata-Katanga’ umschreibt, ist nur ein Vorwand, um diese Explosion der Gewalt zu rechtfertigen”.
“Es gibt demokratische Wege, wenn es darum geht die eigenen Sorgen und Wünsche zum Ausdruck zu bringen”, so die Bischöfe weiter, die beklagen, dass “im Namen der Unabhängigkeit viele meist minderjährige Jugendliche zwangsrekrutiert werden und die eigenen Mitbürger ermorden müssen”. Diese Jugendlichen “werden mit Drogen voll gepumpt und magischen Riten unterzogen”, damit sie “ohne jeden Skrupeln plündern, vergewaltigen, morden”.
“Die dramatische Situation in der Provinz Katanga hat viele Ursachen”, so die Bischöfe, “die Schwäche der staatlichen Behörden, die ungereichte Aufteilung der Reichtümer, das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, Frustration, Straffreiheit, usw.”. „Die Verantwortlichen auf allen Ebenen sollten sich für wirkkräftige Lösungen einsetzen“, wünschen sich die Bischöfe abschließend. (L.M.) (Fides 21/2/2014)

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