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2013-10-11

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Übergriffe auf Zivilbevölkerung in der Region Masisi

Kinshasa (Fidesdienst) – Am vergangenen 27. September kam es im Gebiet Osso-Banyungu in der Region Masisi (Demokratische Republik Kongo) zu Gefechten zwischen bewaffneten Gruppen. Dabei kam es auch zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung in den Dörfern Butemure, Lwibo, Bikudje, Majengo und Katiri. Die internationale Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ stellt für die Opfer der Gewalt mobile Kliniken zur Verfügung. Es gibt noch keine Genauen Angaben zur Zahl der Toten, Verletzten und Vermissten, nachdem viele Dorfbewohner, darunter auch Frauen und Kinder aus Angst vor weiteren Übergriffen in die umliegenden Wälder flohen. Nach Angaben des Hilfswerks sollen jedoch drei Lehrerinnen und 46 Schüler aus einer Dorfschule entführt und die Schule in Brand gesteckt worden sein. Am Tag nach dem Übergriffe auf das Dorf Lwibo versorgten Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ allein dort insgesamt 80 Patienten, darunter auch 9 Opfer sexueller Gewalt. In der Region Masisi kommt es immer wieder zu Episoden der Gewalt, so dass viele Menschen das Gebiet verlassen. Im August gab es nach Schätzungen in der Region Nordkivu über eine Million Binnenflüchtlinge. (AP) (Fidesdienst, 11/10/2013)

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