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2013-09-17

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Kongolesische Ordensschwester erhält Nansen-Preis für Flüchtlingsarbeit

Kinshasa (Fidesdienst) – „Sie ist eine echte Heldin“, so Antonio Guterres, der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, bei der Ankündigung der Vergabe des Nansen-Preises für Flüchtlingsarbeit an die kongolesische Ordensschwester Angelique Namaoka, die im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo mit Frauen arbeitet, die Opfer der Gewalt der Lord’s Resistence Army (LRA) wurden.
„Schwester Angelina zeigt, dass ein Mensch allein, das Schicksal der vom Krieg traumatisierten Familien ändern kann“, so Guterres.
Das Zentrum für Rehabilitation und Entwicklung in Dungu, das Schwester Angelique leitet, hat das Leben von über 2.000 Frauen und Mädchen verändert, die vor der brutalen Gewalt der LRA fliehen mussten“, heißt es in einer Verlautbarung des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR). Die meisten Frauen, die in dem Zentrum aufgenommen wurden, berichten von Entführungen, Zwangsarbeit, Morden und sexueller Gewalt. „Es ist schwierig, sich das Leid vorzustellen, das diese Frauen und Mädchen in den Händen der LRA ertragen mussten“, so die für ihre Arbeit prämierte Ordensschwester, nach deren Aussage dank des Preises, „andere Vertrieben in Dongu die notwendige Hilfe erfahren werden. Ich werde immer mein Möglichstes tun, damit diese Menschen wieder Hoffnung haben und die Möglichkeit ins Leben zurückzukehren“. Das 2008 gegründete Aufnahmezentrum bietet den Gästen auch die Möglichkeit zum Schulbesuch Ausbildungsmöglichkeiten.
Nach Angaben des UNHCR waren in der Eastern Province der Demokratischen Republik Kongo seit 2008 insgesamt 320.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Der Nansen-Preis wird jedes Jahr vom UNHCR an Personen oder Gruppen für deren „herausragenden Dienst an Flüchtlingen“ vergeben. Der Preis ist nach dem norwegischen Entdecker, Forscher und Politiker Fridtjof Nansen benannt, der als erster das Hochkommissariat für Flüchtlinge leitete.
Schwester Angelica wird den Preis am 30. September in Genf entgegennehmen. Am 2. Oktober wird sie in Rom von Papst Franziskus empfangen werden. (LM) (Fidesdienst, 17/09/2013)

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