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2013-09-03

ASIEN/INDIEN - Christenverfolgung: drei neue Fälle in Karnataka

Bangaolre (Fidesdienst) – Von drei neuen Episoden der Gewalt und Verfolgung von Christen berichtet der ökumenische „Global Council of Indian Christians“ aus dem indischen Staat Karnataka, wo zahlreiche radikale hinduistische Gruppen aktiv sind.
Der 28jährige protestantische Pastor Paramajyothi, der 15 christliche Dörfer im Distrikt Chitraduraga in Karnataka betreut, stand in den vergangenen Tagen einer liturgischen Feier vor, an der 60 Gläubige teilnahmen, als hinduistische Extremisten die Versammlung störten, den Pastor aus der Kirche hinaus schleppten, ihn entkleideten und auf ihn einschlugen. Der Pastor, der Verletzungen und Knochenbrüche davontrug erstattete Anzeige bei der Polizei und bat um Schutz, da die Angreifer ihn aufgefordert hatten, das Land innerhalb einer Woche zu verlassen.
Der 55jährige Somashekar wohnt im Verwaltungsdistrikt Bijapur und gehört dem Volksstamm der Lambani an. Er hatte sich vom Hinduismus zum Christentum bekehrt und setzt sich zusammen mit seiner Frau und sieben Kindern seither für die Verbreitung des Glaubens unter rund 30 nichtchristlichen Familien seines Stammes ein, die er auch zur christlichen Feiern einlud. In den vergangenen Wochen war er in Begleitung seiner Frau zu Besuch bei einem Nachbarn, als 50 radikale Hindus ihn aus dem Haus holten, auf ihn einschlugen und ihn zur Rückkehr zum Hinduismus zwingen wollten. Sollten er und seine Familie dies nicht tun, werde man sie zum Verlassen des Dorfes zwingen, so die Angreifern. Bei der Polizei erstatteten die Angreifer Anzeige wegen angeblicher versuchter „Zwangsbekehrung“.
Die 42jährige Witwe Doddamma aus dem Distrikt Chikmagalur (Karnataka) hatte sich ebenfalls zusammen mit ihrer 22jährigen Tochter vom Hinduismus zum Christentum bekehrt und nimmt regelmäßig an Gebetstreffen teil und hilft Menschen in Not. Vor zehn Tagen drangen Hindus in ihre Wohnung ein und wollten wissen, wer ihr die Erlaubnis zur Verbreitung des Glaubens erteilt habe. Mutter und Tochter wurden in den benachbarten hinduistischen Tempel gebracht und sollten dort zur Rückkehr zum Hinduismus gezwungen werden. Als sie sich weigerten wurden sie verprügelt, ihre Wohnung wurde danach geplündert und verwüstet. (PA) (Fidesdienst, 03/09/2013)

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