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2013-03-18

ASIEN/PAKISTAN - Zwei christliche Jugendliche entkommen Blasphemievorwürfen und Zwangsbekehrung

Lahore (Fidesdienst) – Der junge Christ Ryan Stanton, gegen den falsche Vorwürfe wegen Blasphemie erhoben wurden, konnte mit seiner Familie ins Ausland gebracht werden, während im Fall der 14jährigen Christin Rafia Mansha, die von einem Muslim entführt und zur Ehe nach muslimischem Ritus gezwungen wurde, ein Gericht die Eheschließung als „illegal und nichtig“ bezeichnet.
Beide Fälle, von denen christliche Gemeinden in Pakistan dem Fidesdienst berichten, zeigen erneut, wie prekär die Situation christlicher Minderheiten im Land ist.
Der 15jährige Ryan Stanton, soll eine Kurzmitteilung (sms) mit blasphemischen Inhalten an gleichaltrige Muslime verschickt haben. Aus diesem Grund wurde die Wohnung seiner Familie in Karachi im Oktober 2012 von radikalislamischen Männern überfallen und in Brand gesteckt (vgl. Fidesdienst vom 12/10/2012). Der Junge und seine Familie entkamen den Flammen und hielten sich monatelang an einem geheimen Ort auf. Mit Hilfe der Nichtregierungsorganisation „Rescue Christians“ konnten Ryan und seine Familie nun ins Ausland gebracht werden. Wie der beschuldigte Jugendliche betont, wurde sein Mobiltelefon von muslimischen Altersgenossen benutzt, die die Mitteilung verschickten, um ihn dann zu beschuldigen.
Der Fall Rafia Mansha, deren Eltern als Tagelöhner in Punjab arbeiten, wurde im Dezember 2012 von zwei Muslimen verschleppt und dann mit Muhammad Imran verheiratet und zur Bekehrung zum Islam gezwungen. Die Familie wandte sich an die Nichtregierungsorganisation „Legal Evangelical Association Development“ (LEAD), die rechtliche Schritte bei einem Gericht in Pattoki auf den Weg brachte. Rafia berichtet vor Gerecht über ihre Entführung und Zwangsbekehrung. Trotz des Widerspruchs von muslimischer Seite erklärte das Gericht die Ehe für nichtig, so dass Rafia zu ihrer Familie zurückkehren konnte. Die Familie von Rafia fordert nun die Bestrafung der Entführer. Wie Beobachter gegenüber dem Fidesdienst erklären, „sollte dieser Fall beispielhaft sein“. In Pakistan werden jedes Jahr rund 1.000 christliche und hinduistische Mädchen verschleppt und zur Ehe mit Muslimen gezwungen. (PA) (Fidesdienst, 18/03/2013)

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