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Asia

2013-02-04

ASIEN/INDIEN - Indische Ordensleute verstehen sich als Propheten und Mystiker

Mangalore (Fidesdienst) – Als Propheten und Zeugen wollen Ordensleute in der indischen Gesellschaft wahrgenommen werden, dabei wollen sie sich mit den Herausforderungen der modernen Zeit konfrontieren, gleichsam aber „Mystiker sein, Männer und Frauen in betender Haltung als Zeichen des Transzendenten. Dies betonten die indischen Ordensleute bei der „Konferenz der indischen Ordensleute“ am gestrigen Sonntag in Manglaore anlässlich des „Welttags des geweihten Lebens“, den die katholische Kirche am 2. Februar begeht.
Wie Beobachter dem Fidesdienst bereichten, nahmen über 570 Ordensleute an der Veranstaltung teil, bei der sie über die Herausforderungen reflektierten mit denen sich das Ordensleben in der heutigen Zeit konfrontiert sieht.
Schwester Jessy Merlyn von den „Sisters Minor of Mary Immaculate“ (smmi), betonte in ihrem Vortrag, dass Ordensleute berufen seien, „die prophetische uns mystische Dimension“ neu zu entdecken und dabei entsprechend der eigenen Berufung „kreative Treue“ zu entwickeln. Sie sollen sich nicht „den Mächten der Welt unterordnen“, sondern ihr ursprüngliches Charisma neu wieder beleben. Bei ihrem Apostolat im Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialwesen dürfe es sich nicht um eine „unternehmerische Dienstleistung“ handeln, sondern um „ein christliches Angebot, durch das Zeugnis von der Gegenwart Christi vor allem unter denjenigen, die am Rande der Gesellschaft leben. Schwester Merlyn erinnerte in ihrem Vortrag auch an das Dokument „Vita consecrata“ von Johannes Paul II. und bezeichnete die Ordensleute als „Geschenk Gottes“, das durch das Bekennen zu den evangelischen Räten, die Eigenschaften Christi in der Welt sichtbar machen.
Das Ordensleben dürfe nie nur eine Form der Selbstverwirklichung durch Isolation sein, sondern müsse als Berufung zum Gemeinschaftsleben verstanden werden, bei dem Freiheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. „Das Ordensleben“, so Schwester Merlyn abschließend, „ist ein tiefes Eintauchen in die Welt als Jünger Gottes mit der Radikalität des Evangeliums“. (PA) (Fidesdienst, 04/02/2013)

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