AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Die Situation hat sich beruhigt, doch die Entwicklung ist nicht absehbar: Missionare bleiben trotzdem an der Seite der Bevölkerung

Donnerstag, 22 November 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – „In Bukavu ist die Situation heute wieder beruhigt, nachdem es gestern infolge des Bekanntwerdens des Vormarsches der Rebellen der M23 aus dem Nordkivu in den Südkivu zu Demonstrationen und Plünderungen gekommen war“, so ein Missionar aus Bukavu, der Hauptstadt des Südkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo zum Fidesdienst. Die Bewegung M23 droht nach der Einnahme der Hauptstadt des Nordkivu (vgl. Fidesdienst vom 20/11/2012 und 21/11/2012) mit dem Vormarsch auf Kinshasa, sollten die Regierungsbehörden nicht zu Verhandlungen bereit sein.
„Es wird gesagt, dass die Rebellen der M23 nach dem Angriff aus Sake (rund 20 Kilometer von Goma entfernt) nun auf Bukavu marschieren, doch man weiß nicht, wie weit sie gelangt sind wir sind in Kontakt mit unseren Verbindungspersonen in Goma, die uns berichten, dass es in der Stadt ruhig ist, wobei es sich nur um den Anschein der Ruhe handelt, denn man weiß nicht, was geschehen wird“, so der Beobachter zum Fidesdienst, der nicht namentlich genannt werden will, weil „andernfalls die Gefahr der Ausweisung besteht“. Die Missionare wollen aber an der Seite der Bevölkerung bleiben: „Wir werden bei den Menschen bleiben, egal, was geschieht. Wir sind seit 49 Jahren hier und es kommt für uns nicht in Frage wegzugehen“, so der Missionar abschließend.
Unterdessen haben die meisten Nichtregierungsorganisationen ihr Personal nicht nur aus Goma, sondern auch aus Bukavu evakuiert.
In einer Verlautbarung betonten die kongolesischen Bischöfe zu den jüngsten Ereignissen: „Nachdem die Stadt Goma eingenommen wurde, drohen die Rebellen nun mit einem Vormarsch auf Bukavu und den Rest des Landes…Wir hoffen, dass die Aufrufe der Staatschefs der Region gehört werden, damit neues Leid für unsere Mitbürger vermieden werden kann“.
Der kongolesische Präsident Joseph Kabila nahm an einer außerordentlichen Krisensitzung in Kampala (Uganda) teil, bei der die Präsidenten von Ruanda (Paul Kagame) und Uganda (Yoweri Museveni), von wo aus sie die M23 zum Rückzug aus Goma aufforderten. Die Vereinten Nationen bekräftigen in einem am 21. November veröffentlichten Bericht indes erneut, dass Uganda und Ruanda die Rebellenbewegung unterstützen. (LM) (Fidesdienst, 22/11/2012)


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